Diebstahl nach Partynacht: Gast nutzt Hilfsbereitschaft aus

Von: red/pol
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Der Polizei gelang es den dreisten Wohnungsdieb zu fassen. Er hatte die Hilfsbereitschaft eines Düreners schamlos ausgenutzt. Symbolfoto: Rene Ruprecht/dpa

Düren. In der Nacht zum Sonntag traf ein Dürener Partygänger gegen 4.30 Uhr auf einen fremden Mann aus Heimbach. Da kein öffentlicher Nahverkehr mehr in die Eifel fuhr, gewährte der Dürener ihm Unterschlupf. Am nächsten Morgen gab es ein böses Erwachen.

Unabhängig voneinander hatten sie die Nacht in verschiedenen Lokalitäten verbracht und hierbei auch zahlreiche alkoholische Getränke konsumiert. Da zu dieser späten Stunde der Personennahverkehr eingestellt war, bot der 33-jährige Dürener dem 19-jährigen Fremden an bis zum Einsetzen des Personennahverkehrs in seiner Wohnung in der Holzstraße zu übernachten.

Als der Dürener am Sonntagmittag erwachte, war der Gast bereits fort. Mit ihm waren aber auch zahlreiche Wertgegenstände verschwunden. Darunter befanden sich mehrere elektronische Geräte, wie ein Laptop und ein Mobiltelefon. Außerdem Kleidung des Opfers, ein Portemonnaie, sowie ein Schlüsselbund, der unter anderem die Fahrzeugschlüssel des Wagens des Opfers sowie die zu seiner Wohnung beinhaltete.

Der 19-Jährige nahm auch das Auto gleich mit und entfernte sich vom Tatort. So entstand ein Sachschaden in einer Höhe von insgesamt etwa 35.000 Euro, so die Polizei.

Damit aber nicht genug: Später kehrte der Langfinger sogar zurück und versuchte sich erneut Zugang zur Wohnung zu verschaffen. In der Zwischenzeit hatte der Geschädigte jedoch sämtliche Schlösser ausgewechselt. Der Dürener bemerkte den Einbruchsversuch und rief sofort die Polizei.


Den Polizeibeamten gelang es sowohl den Beschuldigten, als auch einen 25-jährigen Komplizen aus Heimbach festzunehmen. Der Dieb trug dabei einige der gestohlenen Gegenstände bei sich, darunter zum Beispiel die Schuhe des Opfers.

Das Auto des Düreners wurde außerdem unfallbeschädigt in Hausen aufgefunden. Der Einbrecher und sein Komplize wurden beide festgenommen. Über ihren weiteren Verbleib wird ein Richter entscheiden. Bisher gingen bei der Polizei gegen die beiden mindestens drei Strafanzeigen ein. Der Fall wird nun vom zuständigen Kriminalkommissariat weiterbearbeitet.


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