Merzenich/Morschenich - Die Zukunft hat jetzt ein stabiles Fundament

Die Zukunft hat jetzt ein stabiles Fundament

Von: Nicola Gottfroh
Letzte Aktualisierung:
Vertrag der Kompromisse: Bür
Vertrag der Kompromisse: Bürgermeister Peter Harzheim (v.l.), Hans Willi Weingartz (h.r.), Alois Herbst (h.l.) und Lars Kulik (beide RWE) unterzeichnen die Erklärung. Foto: Gottfroh

Merzenich/Morschenich. Auch wenn die Bewohner Morschenichs mit ihrer Umsiedlung einen gravierenden Einschnitt in ihr Leben hinnehmen müssen, so haben sie nun ein stabiles Fundament, auf dem sie ihre Zukunft stützen können.

Der Meinung war am Dienstag zumindest Bürgermeister Peter Harzheim, als Lars Kulik und Alois Herbst als Vertreter von RWE Power, der allgemeine Vertreter des Bürgermeisters Hans Willi Weingartz und Harzheim selbst in der Bürgerhalle in Merzenich die sogenannte Morschenich-Erklärung unterzeichneten.

„Damit wird eine wichtige Grundlage für die Umsiedler geschaffen, die sie für ihre Planung benötigen”, sagte Harzheim.

Die Morschenich-Erklärung basiert auf der allgemeingültigen revierweiten Regelung zur Umsiedlung im rheinischen Braunkohlerevier und ergänzt sie um die Besonderheiten des Umsiedlungsortes Morschenich.

Mit der Unterzeichnung wurde nach rund dreieinhalbjähriger Planungszeit ein wesentlicher Abschnitt im Umsiedlungsverfahren erreicht. Ein Abschnitt, der die Beteiligten viel Kraft gekostet hat. „Es war wirklich ein hartes Stück Arbeit. Das wichtigste für die Kommune und den Bürgerbeirat war bei diesen Verhandlungen, dass die 480 Morschenicher Einwohner gerecht behandelt werden”, sagte Peter Harzheim. Und das habe häufig kontroverse Diskussionen und zähe Verhandlungen mit den Vertretern von RWE Power erfordert.

Zu den Diskussionspunkten gehörte etwa die Höhe der Entschädigungszahlungen für Grund und Boden oder auch die Anbindung an die Landstraße. Auch der Wunsch zur Installation einer Fußgängerbrücke über die L 264 erforderte Verhandlungsgeschick. Nun wird es sie in Neu-Morschenich geben. „Wir, die verantwortlich sind, mussten das leisten, was die Bewohner von uns erwarten. Und ich denke, dass uns das mit der Erklärung gelungen ist”, sagte Harzheim.

Auch der Bürgerbeiratsvorsitzende Bruno Rüth zeigte sich zufrieden mit dem Vertrag. „Wir Morschenicher schreien zwar nicht Hurra, dass heute dieser Vertrag unterschrieben wird. Denn immerhin verlassen wir unsere Heimat, damit andere Leute Strom aus der Steckdose bekommen”, sagte Rüth, betonte aber: „Jeder Vertrag ist ein Kompromiss. Aber es ist ein guter Kompromiss, den wir mit der Morschenich-Erklärung erdulden müssen.”

Die Gunst der Stunde und die Anwesenheit der RWE-Vertreter nutzte der Bürgerbeiratsvorsitzende dann noch, um ein besonderes Anliegen vorzutragen: Er forderte von RWE Power Unterstützung bei der Finanzierung einer zentralen Wärmeversorgung in Neu-Morschenich, die Alois Herbst anschließend in seine Agenda aufnahm.

Ab Oktober, so steht in der Erklärung, soll ein Beratungsbüro eingerichtet sein, das Umsiedlern mit Rat und Tat zur Seite steht.
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