Die Zeit der Macher ist vorbei: Jetzt kommen die Schwätzer

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Düren. Überall herrscht Hektik - nur einer behält die Ruhe: Dieter Nuhr, der am Donnerstag, 14. April, mit seinem Programm „Nuhr die Ruhe” in Düren gastiert. Dabei blickt er wieder einmal von außen auf die Weit. Und er stellt fest: Panik muss nicht sein. Fakt ist: Die Welt geht unter.

Der Vorteil: Es könnte mit ein bisschen Glück noch ein paar Millionen Jahre dauern - wenn nicht ein herumrüpelnder Meteorit die planetarische Verkehrsordnung ignoriert und uns bei Rot in die Seitentür rasselt.

Ob Klima-, Banken- oder Ehekrise, am Ende liegt man auf dem eigenen Grundstück unter einem schönen Stein und fragt sich: Warum hab ich mich damals eigentlich aufgeregt? Kein Grund zur Beunruhigung also. So ist halt das Leben: Man kommt zur Welt, regt sich auf und kommt oft erst durch das Ableben wieder richtig zur Ruhe. Machen wir uns einfach klar: Der Mann hat als großer Gestalter der Geschichte versagt, verbringt indessen einen Großteil seiner Zeit trinkend unter dem Bettvorleger und gilt unter Damen als niedere „Samen streuende Lebensform”. Die Zeit der Macher ist vorbei. Jetzt kommen die Schwätzer und Schwätzerinnen. Darüber muss geredet werden.

Ein Grenzgänger

Dieter Nuhr hat mit seinen vergangenen Programmen „Ich bin´s Nuhr” und „Nuhr die Wahrheit” erfolgreiche deutschsprachige Kabarettprogramme vorgelegt. Er ist der einzige Künstler, der sowohl den Deutschen Kleinkunstpreis in der Sparte Kabarett als auch den Deutschen Comedypreis für den besten Live-Act erhalten hat. Und er ist der, der heute beide Preisverleihungen für das Fernsehen moderiert. Mehr geht nicht. Nuhr ist nach eigenen Angaben für Comedy nicht blöd genug und fürs Kabarett zu lustig. Er ist ein Grenzgänger in Sonderstellung.

Und der Träger des IQ-Preises belegt auch mit seinem neuen Programm, dass sich Intelligenz und Witz nicht ausschließen. Nuhrs Erfolgsrezept: Es wird weder rumgeheult, noch werden die üblichen Standpunkte dahergebetet. Nuhr verspritzt keinen Geifer, nervt nicht mit dümmlichen Heilungsversprechen, Glücksgarantien oder depressivem Genörgel. Und er verzichtet auf ideologische Zurechtweisungen. Bei ihm gibt es nicht mehr und nicht weniger als zwei Stunden verquere Gedanken zur Zeit, die alles in Frage stellen und trotzdem Spaß machen.

Karten für 29,50 Euro gibt es in der Geschäftsstelle unserer Zeitung in Düren, Markt 17, 02421/182111.
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