Die Witzigkeit kennt wieder keine Grenzen

Von: Bruno Elberfeld
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Das große Finale im Haus der Stadt beim Auftakt zu den „Spaßgesellschaftsabenden”: Die Künstler baden im Applaus des Publikums. Foto: B. Elberfeld

Düren. Zum Auftakt der neunten Spaßgesellschaftsabende führte der Kabarettist Thomas Freitag im voll besetzten Haus der Stadt durch das spritzige Programm. War es vor Jahrzehnten noch Willi Brandt, den Freitag täuschend ähnlich imitierte, so gelang es ihm dieses Mal, mit dem Aachener Singsang von Ex-Gesundheitsministerin Ulla Schmidt die Gäste zum Lachen zu bringen.

Freitag bohrte zur Freude seines Publikums genüsslich in der Wunde unseres Gesundheitssystems auf dem mutmaßlichen Weg zur Zweiklassen-Medizin.

„Ein schwerer Fall”

Als echten Gewinn für die Kabarettszene erwiesen sich Wessi Malte Sebastian Pufpaff, Ossi Henry Schumann und der Rheinländer Martin Zingsheim. Als „Bundeskabarett” wollen sie mit ihrem Programm „Ein schwerer Fall” den deutsch-deutschen Sumpf der gegenseitigen Missverständnisse und Schuldzuweisungen trocken legen.

Alexandra Gauger, im vergangenen Jahr als Newcomerin angekündigt, offenbarte auch dieses Mal wieder ihre Stimmgewalt. Biggi Wanniger - den Rheinländern als Sitzungspräsidentin der Kölner Stunksitzung ein Begriff für Witz und Humor auf höchstem Niveau - trat mit Kollegin Anne Rixmann aus dem hohen Norden auf, eine durchaus tolle Zusammenarbeit, wenn sie als Heidi Klum die deutsche Fernsehlandschaft beleuchten. Murat Topal, Deutsch-Türke aus Neukölln und vor Jahren als Polizist in Kreuzberg agierend, strapazierte die Lachmuskeln mit seinem neuen Programm „Tschüssi Copski! Ein Cop packt aus!”.

Mit wahren Geschichten aus seinem Berufsalltag, in Mimik und Gestik eine komödiantische Offenbarung, machte Topal klar, dass er aus der deutschen Unterhaltungsszene nicht mehr wegzudenken ist.

„Reich und sexy in zwei Stunden”, wie geht das? Die Kölner „First Ladies” Eva-Maria Michel und Maria Vollmer zeigten in kurzer Zeit, was zwei zierliche Superfrauen und ideenreiche Tänzerinnen mit Mundwerk und schmissigen Songs in variabler Verkleidung leisten können.

Dauerapplaus und Lachtiraden

Nicht b-moll, sondern „Ass-Dur” waren ein wahrer Höhepunkt. Der Berliner Opernsänger Dominik Wagner und der klassische Musiker Benedikt S. Zeitner, eben Ass-Dur, entwickelten auf der Bühne mit niveauvoller und urkomischer Musik-Comedy eine Szenerie, die die Gäste auf ihren Stühlen zu Dauerapplaus und Lachtiraden animierte.

Das Umkleiden auf der Bühne, ohne dass die Musik auf dem Klavier verstummte - eine akrobatische Nummer, bewundernswert wie die ganze Revue, die durch die Kooperation vom Atelier Theater Köln, dem Theater Düren, dem Komm und durch die finanzielle Unterstützung der Stadtwerke Düren und RWE zustande gekommen ist.

In den nächsten Wochen werden die „Spaßgesellschaftsabende” im Komm fortgesetzt. Alle Künstler, außer Thomas Freitag, werden an diesen Abenden ihr ganzes Programm bieten.

Der Kartenvorverkauf für diese Einzelgastspiele findet im Komm (02421/189204) und in der Geschäftsstelle des Zeitungsverlages Aachen, Markt 17, 02421/182113, statt.
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