Die Werkself lässt den VfB abblitzen

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Leverkusens Uberlegenheit zeigt sich auch in Unterzahl: Drei Stuttgarter können den Torschuss des Bayer-Spielers nicht verhindern. Foto: Sistemich

Düren. Vor der Hallentür herrschte klirrende Kälte und dichtes Schneetreiben, ganz anders in der Dürener Arena. Atemberaubende Spannung und kochende Emotionen waren dort angesagt.

Kein Wunder: Beim am besten besetzten C-Junioren-Hallenturnier Deutschlands wollte jedes Team die Nase vorn haben. Nachwuchsteams von 13 Bundesligisten und die beiden C-Jugendjahrgänge des FC Düren-Niederau trafen sich beim 15. Dürener Hallensportfest zum Kräfte messen.

Der frühere Manager

Sogar Andreas Müller, ehemaliger Manager des Bundesligisten Schalke 04, fand den Weg in die Arena. „Mein Sohn spielt in der C-Jugend von Schalke. So ein hochkarätig besetztes Turnier sollte man sich aber auch sonst nicht entgehen lassen”, schwärmte er.

Genau Müllers Meinung waren wohl auch die zahlreichen Zuschauer, die schon in Vor- und Zwischenrunde packende Duelle zu sehen bekamen. Intensiv geführte Zweikämpfe, auch die ein oder andere hitzige Diskussion mit dem Schiedsrichter zeigten schnell, wie ernst jeder Spieler das Turnier nahm. Die Fairness litt unter den Ambitionen der Mannschaften aber keineswegs.

Dass die beiden Dürener Mannschaften bei Gegnern wie Bayer 04 Leverkusen, Hamburger SV oder VfB Stuttgart beim Ausgang des Turniers keine große Rolle spielen würden, war vorher klar. Doch die Niederauer Mannschaften schlugen sich wacker, kämpften und legten viel Engagement an den Tag.

Der U15, dem älteren der beiden Jahrgänge, gelang es sogar, Borussia Dortmund in der Vorrunde mit 3:0 vom Platz zu fegen. Später schieden die Niederauer in der Zwischenrunde unglücklich gegen die Düsseldorfer Fortuna aus.

Den Ton gaben vor allem die Hamburger, Stuttgarter, Berliner und Leverkusener an. Alle waren sie souverän durch die Vorrunde marschiert.

Die Werkself aus Leverkusen machte sich dann selbst zum Topfavorit: Durch ein 5:1 gegen Eintracht Frankfurt und 4:1 gegen Hertha BSC Berlin in Viertel- und Halbfinale zog Bayer ins Endspiel ein.

Doch auch der Finalgegner, der VfB Stuttgart, hatte auf dem Weg ins Endspiel Schalke 04 und die starke TSG Hoffenheim aus dem Turnier geworfen. Der Rahmen für ein packendes Finale war also bereitet.

Zunächst sahen die Zuschauer ein ausgeglichenes Spiel, doch dann kam die fünfte Spielminute. Mit einem Doppelschlag binnen 40 Sekunden ging Bayer 04 mit 2:0 in Führung, ließ wenig später gar das 3:0 folgen.

Ein wenig Hoffnung schöpften die Stuttgarter nach ihrem Anschlusstreffer in Minute zehn. Mit dem 4:1 nicht mal eine Minute später erstickten die Leverkusener diese Hoffnung jedoch im Keim. Spätestens jetzt war klar, dass es die C-Jugend von Bayer sein würde, die bei der Siegerehrung den Pokal in die Höhe stemmen würden.

Zumindest ein Trost, gar ein dreifacher, blieb den Kickern aus Schwaben: Timo Werner wurde mit neun Treffern Torschützenkönig.

Zudem wurden Dennis Klose als bester Torhüter und Joshua Kimmich als bester Spieler ausgezeichnet. „Wir hätten lieber das Turnier gewonnen. Aber die Einzeltitel machen uns stolz und trösten etwas über das verlorene Finale hinweg”, berichteten die drei.
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