Düren - Die Volksdroge und ihre Folgen

Die Volksdroge und ihre Folgen

Von: Bruno Elberfeld
Letzte Aktualisierung:
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Stephanie McKervill-Lucy (l.) und Eva Lea-Lisa zeigten im Rurtalgymnasium in englischer Sprache, welche Wirkungen Alkohol auf Körper und Geist des Menschen hat. Foto: Elberfeld

Düren. Das Thema kam bei den jungen Leuten aus dem 9. und 10. Jahrgang des Rurtalgymnasiums offenbar recht gut an. Führten ihnen die beiden britischen Schauspielrinnen Stephanie McKervill-Lucy aus Belfast und Eva Lea-Lisa aus London auf der Bühne des Musiksaals doch eindrucksvoll vor Augen, welche Folgen Alkohol auf Körper und Geist haben kann.

Die „alkoholisierten” Darstellerinnen zappelten herum, versuchten nach Musik im Takt zu tanzen, die Sprache wurde langsamer, die Wörter gedehnt. Für einige im Publikum war dies wohl kein unbekanntes Phänomen, sind doch viele auch in ihrem Alter schon in der einen oder anderen Form mit der Droge Alkohol in Berührung gekommen.

In „One for the Road” übernimmt die Volksdroge Alkohol die Hauptrolle. Wie hieß es doch auf der Bühne? Die Eltern trinken jeden Tag ihren Wein oder ihr Bierchen und prägen durch ihr Beispiel das Verhalten ihrer Kinder. Greifen die Kinder dann heimlich oder öffentlich in Gruppen zur Flasche, merken ihre Erzeuger das nicht einmal.

Die beiden Britinnen spielen Szenen aus dem Alltag. Jugendliche kommen - trotz der Gesetze - recht leicht an die Volksdroge Alkohol. Überredet wird der Nichttrinker oder die Nichttrinkerin in der Gruppe. „Bist du 15 oder 50?” Diese Frage bringt Mitspielerin Lucy schließlich doch zum Ausprobieren. Jeder will irgendwann mal dazugehören und die Probleme des Alltags scheinen mit Alcopops zunächst leichter zu werden.

Tragödien programmiert

Im Alkoholrausch verliert man seine Hemmungen und kann gefährliche Situationen nur ungenügend einschätzen. Tragödien sind da programmiert. Hatten viele Schüler zu Beginn des Stückes noch wenig Ahnung, was auf sie zukam, so änderte sich das bald: Die beiden Britinnen nahmen recht schnell Kontakt zu den Schülern auf, sprachen einzelne an, forderten sie auf mitzuspielen. Das kam gut an. Szenenapplaus und Unruhe in den Reihen offenbarten, dass „One for the Road” den Nerv des Publikums traf.

„One for the Road” ist eine Produktion der „Flying Fish Theatre Company” aus Krefeld. Seit dem Sommer 2001 bemühen sich die Macher, Kindern und Jugendlichen das Medium Theater in englischer Sprache nahe zu bringen, im Rurtalgymnasium durchaus mit großem Erfolg.
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