Düren - Die Vision einer neuen Milchbar

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Die Vision einer neuen Milchbar

Von: Jörg Abels
Letzte Aktualisierung:
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Eine monumentale Glasvitrine mit einer Großplastik aus ummanteltem Holz – so stellt sich der Dürener Architekt Wolfgang Meisenheimer die Rückkehr der Milchbar in den Theodor-Heuss-Park vor. Animation: Felix Stiboy
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Aus Sicht von Wolfgang Meisenheimer braucht Düren moderne architektonische Akzente. Foto: ja

Düren. Noch ist die Rückkehr der Milchbar in den Theodor-Heuss-Park nur eine Vision. Aber die Vision des Dürener Architekten Professor Dr. Wolfgang Meisenheimer, die auf einer Idee von Hartmut Hages basiert, hat mehr als nur Charme.

Meisenheimer spricht von etwas Waghalsigem, Abenteuerlichem, Verrücktem, aber auch Schönem; einem bewusst in die Zukunft gerichteten Ausrufezeichen, das zum Treffpunkt für Jung und Alt und zur abendlichen Kleinkunstbühne im Theodor-Heuss-Park werden könnte.

Die Idee, die im Zuge der Erweiterung der Bismarck-Straße 1971 abgerissene Milchbar mit einer avantgardistischen Architektur wiederauferstehen zu lassen, fasziniert Landrat Wolfgang Spelthahn als Motor der Bismarck-Quartier-Entwicklung und Dürens Baudezernent Paul Zündorf gleichermaßen. Meisenheimer schwebt eine monumentale Glasvitrine vor, darin integriert eine Großplastik aus mit Stahlgewebe ummanteltem Holz, die farbig beleuchtet werden kann. Das „skulpturale Bauwerk“ soll nicht nur den Ausschank aufnehmen, sondern auch den Weg in einen Keller freigeben, in dem neben den Versorgungseinrichtungen des Cafés auch die Toilette und Garderobe zu finden sein sollen – barrierefrei erreichbar mit einem Aufzug.

Das eine derartige Vision nicht zum Nulltarif erhältlich sein wird, verschweigen die Initiatoren nicht, über etwaige Baukosten, die in die Hunderttausende gehen dürften aber schweigen sie sich aus. „Wir setzen bei der Umsetzung auf Menschen, die sich von einem solchen Projekt faszinieren lassen“, betont Spelthahn.

Und Gespräche mit Vertretern der heimischen Industrie stimmen ihn zuversichtlich, dass das Projekt auch umgesetzt werden könnte; mit Glas von St. Gobain aus Aachen zum Beispiel oder Drahtgewebe der Firma Gebrüder Kufferath. Als Betreiber könnte sich der Landrat eine internationale agierende Kaffeehaus-Kette vorstellen, die sich ebenfalls vom extravagantem Design, das aus Sicht des Architekten „Lebensfreude ausstrahlen“ soll, begeistern lässt.

Die Entwicklung des ehemaligen Stadtgartens, des Bismarck-Quartiers mit Hotel, Konferenzzentrum, hochwertigen Wohnungen und Praxen auf der einen und des gesamten Heuss-Parks auf der anderen Seite, ist für Paul Zündorf das „Highlight“ im laufenden Masterplan-Prozess.

Ende Juni wird ein freiraumplanerischer Wettbewerb zur Umgestaltung des Parks starten. Die Meisenheimer‘sche Vision der Milchbar wird darin zwar nicht zur Vorgabe gemacht. „Ich bin aber überzeugt, dass sich kein Planer der Faszination dieses Projekts entziehen kann“, betont Zündorf.

Im November soll das Ergebnis feststehen, damit der Heuss-Park parallel zum Bau des Bismarck-Quartiers umgestaltet werden kann. Wenn bis dahin die Finanzierung steht, sollen dann auch bereits die Vorkehrungen für die „Milchbar der Zukunft“ getroffen werden. „Düren braucht keine weiteren Funktionsbauten, sondern moderne architektonische Akzente“, wird Meisenheimer nicht müde, für das Projekt zu werben.

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