Die stürmischen Winde stoppen die kalte Luft

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Die Höchsttemperaturen erreichten im Februar den zweistelligen Plusbereich und daher hatten es die Pollenallergiker schon mit zahlreichen Pollen zu tun. Foto: Sarah Maria Berners

Kreis Düren. Die andauernde Atlantikströmung verursachte im Februar das meist milde und regenreiche Wetter. Eine Perlenschnur von Tiefdruckgebieten mit stürmischen Winden verhinderte als Folge das Vordringen der kalten Luft aus dem Osten und Norden.

Beim Blick auf die Mitteltemperaturen des Monats wird die überdurchschnittliche Wärme offensichtlich: Düren 4,5 Grad (Abweichung +1,5 Grad), Drove und Vettweiß 4,2 Gran (Abweichung +1,6 Grad) und Schmidt 3,2 Grad (Abweichung +1,5 Grad).

Sehr oft lagen die Höchsttemperaturen im zweistelligen Plusbereich und daher hatten es die Pollenallergiker schon mit zahlreichen Hasel- und Erlenpollen zu tun. Am wärmsten war es im Jülich-Zülpicher Bördenland am 21. Februar durch einen starken Föhneinbruch. In Zülpich wurden 14,7 Grad, in Vettweiß und an der Kläranlage Nörvenich 14,4 Grad, in Drove 13,7 Grad und in Düren 13,5 Grad gemessen.

Die kälteste Nacht des Monats passte nicht zum Hochwinter und schaffte am 17. Februar gerade mal die -6,8 Grad in Vossenack, -8,4 Grad in Düren, -8,9 Grad in Hergarten und -12 Grad in Blens. Über einer dünnen Schneedecke wurde es am gleichen Morgen am Erdboden (fünf Zentimeter Höhe) -13,3 Grad kalt (Schmidt und Brandenberg).

Die wechselhafte Witterung machte es der Sonne schwer zu dominieren. Nur im Lee der Eifel gab es einen Überschuss: Drove 110 Stunden, Aldenhoven 102 Stunden, Zülpich 94 Stunden; Düren 91 Stunden; Schmidt 82 Stunden; Heimbach 71 und Vossenack 55 Stunden.

Heftige Turbulenzen

Die heftigen Turbulenzen im Februar wurden angesichts der Sturmdaten und der Niederschlagsmenge am deutlichsten sichtbar. Am Rosenmontag wurde sogar der Karnevalsumzug in einigen Orten abgesagt. Sturmtief „Ruzica“ wehte mit Windstärke 8 bis 9 über die Region. Auch am 1., 6., 9. 20. und 21. Februar gab es Sturmtiefs mit heftigen Böen.

Aber zurück zum starken Niederschlag im vergangenen Wintermonat. Seit 2002 war kein Februar so nass wie in diesem Jahr. Hier einige Summen: Zülpich 71 Liter pro Quadratmeter (169 Prozent), Nörvenich 83 l/qm (240 Prozent), Düren 84 l/qm (255 Prozent), Hoven 88 l/qm, Niederzier-Hambach und Linnich 90 l/qm, Kermeter 94 l/qm, Nideggen-Schmidt 97 l/qm (127 Prozent), Schwammenauel 102 l/qm, Brandenberg 103 l/qm und Vossenack 122 l/qm.

Schneedecken blieben auch im Hochwinter die Ausnahme. Nur wenige Tage war am Weißen Stein bei Udenbreth Skifahren möglich. Hier einige maximale Schneedecken: Vossenack zwölf Zentimeter, Lammersdorf zehn Zentimeter, Schmidt acht Zentimeter und Nörvenich zwei Zentimeter.

Zum Abschluss noch einige Anmerkungen zum extrem milden Winter 2015/16. Es war der dritte sehr milde in Folge. Die Mitteltemperatur der drei Wintermonate betrug in Düren 6,2 Grad, das entspricht einer enormen Abweichung von +2,9 Grad. Nur der Winter 2006/07 war seit 1937 noch ein wenig wärmer (6,5 Grad).

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