Düren - Die Stadt sucht einen alternativen Campus-Standort

Die Stadt sucht einen alternativen Campus-Standort

Von: bugi
Letzte Aktualisierung:
9827488.jpg
Investor Gerd Pelzer (links) hat der Stadt mitgeteilt, dass sich das Projekt „Neuer Campus“ weder 2016 noch 2017 realisieren lässt. Foto: Abels

Düren. 84 ausländische Studenten sollten im Oktober 2016 in das neue Freshman-Institut auf den neu geschaffenen Campus am Glashütten-Gelände ziehen – daraus wird nichts. Investor Gerd Pelzer hat der Stadt inzwischen mitgeteilt, dass sich das Projekt weder 2016 noch in 2017 realisieren lässt. Jetzt sucht die Stadt nach einer Ersatzimmobilie.

„Das Freshman-Institut ist für uns ein Schlüsselprojekt“, betont Dürens Beigeordneter Thomas Hissel, der sich jetzt nach alternativen Standorten umschaut. „Wir führen mit zwei bis drei Eigentümern von Bestandsimmobilien Gespräche. Ich hoffe, dass wir in drei Wochen zu einer Lösung kommen können.“

Die Anforderungen haben sich nicht geändert: Für die außereuropäischen Studenten, die in Düren für ihr Studium in Deutschland fit gemacht werden sollen, muss der entsprechende Wohnraum zur Verfügung gestellt werden, zusätzlich sind Seminarräume notwendig plus eine Kantine, in der sie versorgt werden können. Hissel: „Es gibt keine Immobilie, wo das ohne einen Umbau möglich ist. Das wird eine Planungsherausforderung für uns.“

Insbesondere auch deshalb, weil vom Projektpartner Fachhochschule Aachen eine zügige Verdoppelung der Studentenzahlen angestrebt wird. Hinzu kommt, dass die Studenten zwingend auf eine gute Anbindung ans ÖPNV-Netz angewiesen sind, der Bahnhof sollte also möglichst fußläufig erreichbar sein. Trotz all der Hindernisse hält Hissel es dennoch für realistisch, dass das Freshman-Institut 2017 – also mit einem Jahr Verzögerung – an den Start gehen könnte.

Pelzer sucht Zwischenlösung

Die Option, den Campus auf dem Glashütten-Gelände zu realisieren, scheint aber noch nicht ganz ad acta gelegt. Wie Investor Gerd Pelzer am Mittwoch erklärte, stehe er mit der Stadt weiter im Gespräch. So seien im Bauantrag lediglich noch einzelne Vorbedingungen der Stadt zu klären. Pelzer: „Ich arbeite ebenfalls mit Hochdruck daran, eine Zwischenlösung zu finden.“ Pelzer kann sich also vorstellen, eine Übergangslösung zu finden, um den Glashütten-Standort dann bis 2018 zum Campus zu entwickeln.

Grundsätzliches Ziel der Stadt ist es, die Studenten, die nach ihrem Jahr im Freshman-Institut zur Uni oder FH wechseln, langfristig an Düren zu binden. Beigeordneter Thomas Hissel: „Auch in diesem Bereich müssen wir langfristig die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert