Die Sprache als Schlüssel zur Integration

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Im Sprachlernzentrum der VHS Rur-Eifel informierte Fachbereichsleiter Gerhard Resch (rechts) Thomas Rachel (links) und Bürgermeister Paul Larue über Unterricht und Ausstattung des Institutes.

Düren. Seit September 2016 finden in der VHS-Zweigstelle an der Marienstraße in Düren regelmäßig Integrations- und Sprachkurse insbesondere für Flüchtlinge statt.

Mit Dürens Bürgermeister Paul Larue (CDU) besuchte jetzt Thomas Rachel (CDU-MdB), der Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, die Einrichtung, um sich über den Unterricht und die Ausstattung des Institutes zu informieren. Zurzeit gibt diese Außenstelle der VHS Rur-Eifel 13 Integrations- und Sprachkurse mit rund 300 Lernenden. In sieben Räumen wird unterrichtet. Die Unterrichtszeiten sind den jeweiligen Bedürfnissen der Lernenden angepasst und variieren zwischen vormittags, nachmittags oder abends.

„Die Sprache ist der Schlüssel zur Integration“, betonte Gerhard Resch, in der VHS Rur-Eifel Fachbereichsleiter für die Integrationskurse und Einbürgerungstests, bei seiner kurzen Begrüßungsrede. Insofern sehe man die hohe Nachfrage nach Sprachkursen auch als „Herausforderung und Chance für die Weiterbildungseinrichtung, etwas Neues und Modernes zu etablieren.“ Die materielle Ausstattung der Räume ist hochmodern: Mit Hilfe von sogenannten „Activboards“ können digitale Medien im Unterricht genutzt und Informationen aus dem Internet dargestellt werden. So besteht etwa die Möglichkeit, Tafelbilder digital an die Kursteilnehmer zu verschicken oder auch Online-Portale als Lernplattform zu nutzen.

Für Thomas Rachel, der auch am Unterricht von zwei Kursen teilnahm, ist das Integrationszentrum der richtige Weg zum Einstieg in die Erlernung der deutschen Sprache. Als Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, das auch Weiterbildungsprojekte für Flüchtlinge unterstützt, sei es für ihn wichtig, vor Ort zu sehen und zu erfahren, wie diese Angebote in der Praxis umgesetzt werden, sagte Rachel. So hat das Bundesbildungsministerium etwa die Entwicklung der Online-Lernplattform des Deutschen Volkshochschul-Verbandes „Ich will Deutsch lernen“ gefördert, die intensiv in Anspruch genommen wird.

Thomas Rachel dankte den Dozenten für die geleistete Arbeit. „Sie sind Türöffner für die Menschen, die hier bei uns Schutz suchen und schnell in ihrer neuen Heimat Fuß fassen wollen“, hob er das Kursangebot der Einrichtung als eine von mehreren Maßnahmen, mit denen Integration gelingen kann, hervor.

Auf dem richtigen Weg

Lob gab es auch für die Initiative der Stadt Düren, das Sprachlernzentrum mit Sponsoren auszubauen und modernen Lernanforderungen anzupassen. „Sie sind auf dem richtigen Weg!“, sagte Rachel. Bürgermeister Paul Larue, als Kulturdezernent auch für die Volkshochschule zuständig, würdigte das hohe Engagement der Lehrer sowie die hohe Motivation der Kursteilnehmer, die schnell zu guten Lernerfolgen führten. Vom Land Nordrhein-Westfalen forderte er höhere Anteile an den vom Bund bereitgestellten Geldern für Integration, vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge weniger bürokratische Verfahren.

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