Düren - Die SPD will das Bahnhofsumfeld nicht dem Schicksal überlassen

Die SPD will das Bahnhofsumfeld nicht dem Schicksal überlassen

Von: Lukas Weinberger
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„Angstraum Langemarckpark”:
„Angstraum Langemarckpark”: Henner Schmidt, Liesel Koschorreck und Peter Koschorreck (von links) fordern ein Sicherheitskonzept. Foto: luk

Düren. „Wir dürfen dieses Areal nicht seinem Schicksal überlassen.” Henner Schmidt, Fraktionsvorsitzender der SPD, ist in Sorge. Die aktuelle Situation rund um das Dürener Bahnhofsumfeld und die angrenzende Josef-Schregel-Straße beunruhigt ihn.

Auch seine Parteigenossen Liesel Koschorreck (Stadtverbandsvorsitzende) und Peter Koschorreck (Sprecher im Stadtentwicklungsausschuss) sind mit der derzeitigen Lage äußerst unzufrieden.

Die SPD hat vier große Probleme im näheren Umfeld des Bahnhofs ausgemacht. Zuallererst ist ihr die „Dreckecke” nördlich der Bahnlinie ein Dorn im Auge. Dreck, Urin, heruntergekommene Geschäftszeilen. „Hier muss unbedingt etwas geschehen”, fordert Schmidt.

Auch die beiden Eisenbahnbrücken über der Josef-Schregel-Straße trüben das Stadtbild nach Ansicht der SPD. „Man könnte die Eisenbahnunterführungen mit LED-Leuchten illuminieren und so das Erscheinungsbild erheblich verbessern”, schlägt Schmidt vor. „So kann man mit kleinen Maßnahmen große Effekte erzielen.”

Ein weiteres Problem, dass die SPD festgestellt hat, ist das Haus mit der Nummer 54 in der Josef-Schregel-Straße. „Es gehört der Bahn, es steht leer und verfällt seit etlichen Jahren”, erklärt Peter Koschorreck. Die Forderung der Oppositionspartei: Das Haus muss abgerissen werden. Zumal ein Abriss viele Möglichkeiten eröffnen würde: „Es wäre eine Anbindung der Josef-Schregel-Straße an den Fritz-Keller-Weg, an die Bücklerstraße und auch an den Südeingang des Bahnhofs möglich. Zudem wäre es eine gute Frischluftschneise.”

Die größte Belastung im näheren Bahnhofumfeld stellt aber laut SPD der Langemarckpark dar. „Der Park ist zu einem richtigen Angstraum geworden”, sagt Peter Koschorreck. „Nach Informationen der Polizei steigen dort auch die Überfälle stetig an.” Auch zu diesem Problem hat sich die SPD Gedanken gemacht. „Man muss durch Licht und Sichtschneisen mehr Transparenz schaffen. Das ist durch Freischneiden, Stutzen von Büschen und notfalls Abholzen von Bäumen sogar kurzfristig möglich”, sagt Henner Schmidt. Schließlich könne es nicht sein, dass der Park zwischen dem Stadtcenter und dem Haus der Stadt bei vielen Menschen Angst oder ein „mulmiges Gefühl” hervorrufe, sagt Liesel Koschorreck. Ein Sicherheitskonzept für den Langemarckpark müsse erarbeitet werden.

Nun will die SPD ihre Vorschläge und Forderungen den anderen Fraktionen im Stadtrat unterbreiten. „Es handelt sich schließlich um eine fraktionsübergreifende Aufgabe”, betont Liesel Koschorreck.


Beim Integrierten Handlungskonzept für Bahnhofsumfeld und Josef-Schregel-Straße sollen dann auch die Bürger, vor allem die betroffenen Eigentümer und Mieter, beteiligt werden. „Es gibt bereits eine Rahmenplanung von 2005. Die CDU hat nicht versucht, diese zumindest teilweise umzusetzen”, moniert Peter Koschorreck.

Diese Rahmenplanung und eine Machbarkeitsstudie sollen in das Handlungskonzept einfließen. Auch der Arbeitskreis des Innenstadtforums hat sich bereits mit dem Thema „Bahnhofsumfeld” beschäftigt und laut SPD „gute Ergebnisse” erzielt. Diese müssten nun ergänzt und umgesetzt werden. Über die Kosten sei man sich bewusst, sagen die SPD-Vertreter. Einige Ideen seien aber schnell und günstig umsetzbar. Zudem könnte man beim Land Zuschüsse für die Planungen beantragen.

„Der Niedergang von Düren ist im Bahnhofsumfeld deutlich zu erkennen”, fasst Henner Schmidt zusammen. „Wir müssen nun handeln.”
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