Die SPD bringt den „Schweif“ in den Rat

Von: sis
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Nideggen Wappen Löwe
Nideggens Politiker diskutieren am Dienstag über Löwen.

Nideggen. Der Nideggener Löwe beschäftigt weiter die Menschen in der Stadt. Genauer gesagt: der Schweif des Wappentieres. Ob mit einem oder mit zwei, das ist die Frage, die auch die Sozialdemokraten irritiert. Ihr Fraktionsvorsitzender Wolf Dieter Keß hat deshalb einen Antrag an die Bürgermeisterin geschickt, den Margit Göckemeyer in der nächsten Ratssitzung am Dienstag, 22. Januar, behandeln lassen wird.

Wie wir berichteten, ziert das neue Logo der Stadt Nideggen im Jubiläumsjahr ein Löwe mit zwei Schweifen. Während auf dem Dach des Rathauses der Löwe mit einem Schweif thront, während auf den Fahnen der Stadt ein einschweifiger Löwe im Wind flattert, wird seit dem Amtsantritt von Margit Göckemeyer im Rathaus das Dienstsiegel verwendet, das beispielsweise 1976 bereits der frühere Stadtdirektor Werner Keldenich verwendete: der Löwe mit den beiden Schweifen.

Nideggens Sozialdemokratie möchte nun klare Verhältnisse. Im Antrag schreibt Keß, dass das bisherige Stadtwappen in seiner ursprünglichen Form weitergeführt werden soll. Keß will geklärt wissen, wer die Änderung des Wappens veranlasst hat. Er will Umfang und Höhe der entstandenen Kosten erfahren und er fragt, warum die Änderung des Stadtwappens ohne Ratsbeschluss vorgenommen wurde. Keß: „Der Nideggener Löwe entspricht dem Jülicher Löwen, da die Stadt Nideggen aus dem Haus Jülich hervorgegangen ist. Den Jülicher Löwen kennzeichnet aus, dass er mit einem Schwanz versehen ist.“

Die Stadtverwaltung hat dem Antrag der SPD einige Unterlagen zugefügt – unter anderem die Sitzungsvorlage und die Niederschrift des Ratsbeschlusses vom 6. April 1976. In dieser Zusammenkunft behandelte der Rat das Thema unter Punkt 4.2. In dem entsprechenden Passus der damals geänderten Hauptsatzung heißt es sowohl in der Vorlage wie in der Niederschrift: „Das Dienstsiegel gleicht in Form und Größe dem dieser Satzung beigedrückten Siegel“. Und dieses Siegel neben der Unterschrift von Werner Keldenich zeigt – den zweischweifigen Löwen. In der Beschreibung des Löwen als Wappentier fehlt eine Aussage zum Schweif.

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