Die „Sonnengärten“ als Heimat für bis zu 200 Neubürger

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Start zur Erschließung der „Sonnengärten“: Ferdinand Schmitz, Bernhard Levenig, Peter Frohn, Peter Ehser und Hans Jürgen Schüller (v.r.) griffen gestern zum Spaten. Foto: Abels

Wissersheim. Ferdinand Schmitz sprach von einem wichtigen Tag für Wissersheim. „15 Jahre lang konnte bei uns nicht mehr gebaut werden“, erklärte der Ortsvorsteher. Nicht, weil es Rat und Verwaltung an gutem Willen mangelte, im Gegenteil. Nur liefen alle Bemühungen zur Ausweisung neuer Parzellen bei den Grundstücksbesitzern ins Leere.

 Viele junge Leute sind deshalb in den vergangenen Jahren weggezogen, haben sich woanders den Traum vom Eigenheim erfüllt. Mit dem Neubaugebiet „Wissersheimer Sonnengärten“ könnte nun nicht nur dieser Aderlass ein Ende haben. Ferdinand Schmitz hofft auch auf Neubürger, die den Ort bereichern und sich am Vereinsleben beteiligen werden.

Die Investoren Peter Ehser und Bernhard Levenig gaben mit Bürgermeister Hans Jürgen Schüller, Ferdinand Schmitz und Peter Frohn von der Firma Strabag den Startschuss zur Erschließung eines rund drei Hektar großen Baugebiets am Ortsrand mit Blick auf den Wasserturm, das in drei Abschnitten Platz für bis zu 78 freistehende Einfamilienhäuser oder Doppelhaushälften bietet.

„14 der 26 Grundstücke im ersten Abschnitt sind bereits vergeben“, freut sich Peter Ehser über die Nachfrage allein in den ersten zwei Monaten. Die Investoren gehen davon aus, dass die „Sonnengärten“ in drei bis vier Jahren komplett bebaut sind. Wissersheim, das in den vergangenen Jahren auf 96 Einwohner geschrumpft ist, könnte damit um 20 Prozent oder rund 200 Einwohner wachsen.

Die Investoren sprechen von einer Erschließung mit modernster Technik in Südlage, einer energiesparenden LED-Straßenbeleuchtung und großzügigen Grünflächen. Im dritten Abschnitt wird entlang der K54 ein Lärmschutzwall mit einer Höhe von 2,50 Meter errichtet. Weitere Besonderheit der „Sonnengärten“ ist das Nahwärmekonzept.

Geplant ist der Bau eines Blockheizkraftwerks mit Kraft-Wärme-Kopplung, das mit Bio-Methangas aus regionaler Produktion betrieben werden soll, erklärt Peter Ehser. „Das garantiert eine umweltfreundliche und kostengünstige Wärmerversorgung.“

Zweifel am Erfolg des Projekt hat Bürgermeister Schüller nicht. Er verweist auf die verkehrsgünstige Lage, keine halbe Autostunde entfernt von Köln, und die Grundstückspreise, die bis zum Jahresende mit 115 Euro pro Quadratmeter, aber auch danach mit 125 Euro deutlich unter denen im benachbarten Rhein-Erft-Kreis liegen.

Hochbau ab März geplant

Wenn das Wetter mitspielt, soll der erste Bauabschnitt der Wissersheimer „Sonnengärten“ bis Ende Februar erschlossen sein, so dass die ersten Bauherren ab März mit dem Hochbau beginnen können. Ferdinand Schmitz freut sich schon jetzt auf die ersten Neu-Wissersheimer. vor allem auf junge Familien, die dringend benötigt werden, um eine Überalterung der Ortschaft am Wasserturm zu verhindern.

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