Die seltsamen Töne eines Instrumentes

Von: ale
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Im Nideggener Burgenmuseum zeigt die Ausstellung „Vom Holzklotz zum Meisterwerk“ bis Ende des Jahres den Weg der Holzkultur durch die Geschichte. Foto: Anneliese Lauscher

Nideggen. Holz steht im Mittelpunkt einer Sonderausstellung im Burgenmuseum Nideggen – Holz als Werkstoff, als Spielzeug, als Musikinstrument. „Vom Holzklotz zum Meisterwerk“ ist die Ausstellung betitelt und zeigt den Weg der Holzkultur durch die Geschichte.

Luzia Schlösser, die Leiterin des Burgenmuseums, begrüßte viele Besucher, darunter Menschen, die dem Museum verbunden sind. Luzia Schlösser lud ein zum Anschauen, Ausprobieren und Vergleichen. In monatelanger aufwendiger Arbeit hat sie eine Menge von Exponaten zusammengetragen, die die schier unbegrenzten Verwendungsmöglichkeiten von Holz aufzeigen.

Im Zeitraffer führte sie ihren Zuhörern vor Augen, wie seit dem Mittelalter, als Holz der wichtigste Bau- und Werkstoff war, die Menschen Fertigkeiten erlangten, sich Holz in verschiedenster Weise nutzbar zu machen.

Zahlreiche Redewendungen

Es komme nicht von ungefähr, dass sich zahlreiche Redewendungen ums Holz ranken, wie beispielsweise „auf dem Holzweg sein“ oder „Süßholz raspeln“. Mit Holz arbeitet eine ganze Reihe von Handwerkern, und schließlich hat es auch in der Kunst einen hohen Stellenwert. Dies alles werde den Besuchern in der umfangreichen Ausstellung gezeigt.

Ungewohnte Klänge von Gitarre, Trommel, Flöte beziehungsweise Dudelsack erfüllten den Raum, als Uli Böhmer, Stefan Wester und Christine Krull-Kosubek auf alten Instrumenten frohe Weisen spielten. Käthe Rolfink, die Vorsitzende des Kreiskulturausschusses, dankte für den schwungvollen Auftakt.

Wertvolle Unikate

Sie äußerte sich begeistert über die Ausstellung, über die Zusammenstellung wertvoller Unikate und richtete herzliche Dankesworte an Luzia Schlösser „Sie motiviert ihr Team in einzigartiger Weise“, sagte Käthe Rolfink, „ich möchte darauf hinweisen, dass es hier keinen Aufzug gibt. Alle Exponate mussten hoch getragen werden!“ Dafür gab es Sonderapplaus.

Dem Klangkünstler Georg Zangl lauschte man gebannt: Seinen selbst gebauten Saiteninstrumenten entlockte er die seltsamsten Töne, von weich bis hart, von abgehackt bis lange nachhallend. Es wurde eine faszinierende Klang-Performance, die viel Beifall fand.

Gestärkt mit Getränken und kleinen Speisen, machten sich die Besucher auf, die Schätze der Ausstellung zu entdecken, und stellten fest, dass dies mit einem einzigen Rundgang kaum möglich ist. Fachwerk und Bootsbau, Arbeiten des Drechslers und des Tischlers kann man anschauen. Diesmal war sogar ein Küfer (Walter Neidhöfer) vor Ort. Musikinstrumente sind ausgestellt, zum Beispiel Trommeln, eine spanische Fiedel und verschiedene Flöten.

Schließlich wird der Kunst Raum gewährt: Von einer Skulptur der heiligen Anna (aus der Aachener Domschatzkammer) bis zu moderner Holzkunst. Und zum Spielen finden große und kleine Museumsbesucher ganz oben unter dem Dach allerhand Holzspielzeug. Bis zum Ende des Jahres kann man die Ausstellung besuchen.

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