Die Schmidter reagieren jetzt auf die Pleite

Von: Anneliese Lauscher
Letzte Aktualisierung:
5678576.jpg
So wie die jungen Leute des ABK packen etliche Schmidter Bürgerinnen und Bürger mit an, damit ihr Ort ein gepflegtes, einladendes Bild abgibt. Foto: Anneliese Lauscher

Schmidt. „Schmidt muss sauber bleiben“ – dieser Meinung sind jedenfalls das Ortskartell und Ortsvorsteher Ludwig Fischer. Und deshalb riefen sie zur Eigeninitiative auf. Bekanntlich spart die Stadt Nideggen an allen Ecken, und nun dürfen die Mitarbeiter des Bauhofs in Schmidt nicht mehr alle Grünflächen mähen. Dies hat der Ortsvorsteher in Erfahrung gebracht.

Und Ludwig Fischer war sehr in Sorge, dass sein schöner Heimatort bald kein einladendes Bild mehr abgeben würde. Deshalb wandte er sich an das Ortskartell der Schmidter Vereine, gemeinsam wurde ein Aufruf an alle Schmidter verfasst.

Nicht tatenlos zusehen

„Wir sind der Ansicht, dass wir nicht tatenlos zusehen können, wie zum Beispiel der Dorfplatz in Unkraut versinkt und zuwuchert“, heißt es da. Um ehrenamtlichen Einsatz wird gebeten, das Handwerkszeug für die Mäh- und Säuberungsarbeiten könne von der Stadt gestellt werden. Über die Unfallkasse der Stadt seien die Helfer abgesichert.

Außerdem hatte Ludwig Fischer die Idee mit dem „Graspfennig“: Um wenigstens die Spritkosten für die Rasenmäher zusammen zu bekommen, wurde in den Supermärkten, Bäckereien und in der Tankstelle eine Sammelbox aufgestellt. Wenn man bereit wäre, das Wechselgeld vom Einkauf dort hinein zu werfen, könnten die Kosten vielleicht aufgebracht werden. Nicht alle Schmidter sind begeistert von dem Vorhaben. Es wurden durchaus Stimmen von unzufriedenen Bürgern laut, denen es schwerfällt, sich mit Steuererhöhungen anzufreunden und dazu noch vermehrt ehrenamtlich tätig zu werden. Aber mancher gab sich einen Ruck und meldete sich, um mit anzupacken. Einzelpersonen sind dabei, so übernimmt ein Bürger eine Art Patenschaft über den Platz des Ehrenmals. Vereine haben Hilfe angeboten wie der Verkehrsverein, die Schützenbruderschaft oder der Fanclub Cologne Angels.

Vieles wird geleistet

„Wir haben aber auch festgestellt, dass eine Menge schon geleistet wird, wovon kaum jemand spricht: Rund um die Heiligenhäuschen, die Spielplätze, die Bushaltestellen arbeiten zum Teil Nachbarschaftsgruppen in einer stillen Art, als ob es selbstverständlich wäre“, so berichtet Albertine Wirtz, die Vorsitzende des Ortskartells.

Jetzt haben sich wiederum Frauen gemeldet, die die Blumenkübel auf dem Dorfplatz in Ordnung halten. Der Angelsportverein kümmert sich seit Jahren um den schmucken Kommerscheidter Weiher, hier würde man sich noch um ein Angebot bezüglich der Umrandung freuen. Und das ABK-Hilfswerk mäht nun regelmäßig den Rasen vor dem Dorfplatz. „Wir bringen uns mit ein“, war von Jos Rijks, dem Werkstattleiter, zu hören.

Leserkommentare

Leserkommentare (3)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert