Düren - Die Schlüsseldisziplin Radiologie stark aufgewertet

Die Schlüsseldisziplin Radiologie stark aufgewertet

Von: Christoph Lammertz
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Auf dem neuesten Stand der Technik: Prof. Andreas Kopp (Mitte) spricht von „idealen Voraussetzungen” im Dürener Krankenhaus. Aufsichtsratsvorsitzender Karl-Albert Eßer (l.) und Geschäftsführer Uwe Stelling stellten den neuen Chefarzt der Radiologie gestern vor. Foto: Lammertz

Düren. San Francisco und New York gehören zu seinen Stationen. Beim Weltkonzern Siemens leitete er zwei Jahre lang die klinische Entwicklung der Computertomographie. Als Oberarzt an der Uniklinik Tübingen wurde er 2007 zum Professor berufen. Jetzt hat sich das Krankenhaus Düren die Dienste von Prof. Dr. Andreas Kopp gesichert.

Der 45-Jährige ist an der Roonstraße neuer Chefarzt der Radiologie.„Wir hatten für diese Aufgabe ein hochkarätiges Bewerberfeld. Aber wir haben uns einstimmig für Andreas Kopp entschieden”, sagte Aufsichtsratsvorsitzender Karl-Albert Eßer bei der Vorstellung des neuen Chefarztes. Er habe das Gremium fachlich und menschlich überzeugt.

Mit der Einführung des neuen Chefarztes sei eine deutliche Aufwertung der „Schlüsseldiszipin Radiologie” im Krankenhaus Düren verbunden, erklärte Eßer. Bisher wurde diese Abteilung im Kollegialsystem von gleichberechtigten Ärzten geleitet. Die Chefarztkollegen an der Roonstraße freuen sich auf die Zusammenarbeit mit Kopp und eine noch bessere interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Radiologie und allen anderen Disziplinen im Haus, wie der Chefarzt der Kardiologie und Ärztliche Direktor Prof. Dietrich Gulba erklärte.

Wobei diese Freude auf Gegenseitigkeit beruht. „Das Dürener Krankenhaus hat eine Riege moderner Chefärzte, die viele neue Ideen haben. Die Zusammenarbeit mit diesen Kollegen hat mich sehr gereizt”, nannte Kopp einen der Gründe für seine Entscheidung, sich auf die Dürener Chefarzt-Stelle zu bewerben. Die Größe des Hauses mit über 500 Betten, die kommunale Trägerschaft und die damit einhergehenden kurzen Entscheidungswege sowie die befruchtende Konkurrenzsituation, in der sich das Dürener Krankenhaus in der Region befinde, seien weitere Argumente für Düren gewesen.

Und nicht zuletzt die Ausstattung der Radiologie an der Roonstraße, zu der unter anderem ein 64-Zeilen-Computertomograph gehört, der das Herz des ausgewiesenen Experten auf diesem Gebiet höher schlagen lässt. Neben der Anwendung „modernster und besonders schonender radiologischer Verfahren” und der interdisziplinären Zusammenarbeit in der Versorgung von Unfall-, Herz-, Gefäß- und Tumorpatienten sei es ihm auch ein besonderes Anliegen, Patienten und einweisenden Ärzten den bestmöglichen Service zu bieten, sagt Kopp: „Ich halte es für sehr wichtig, den Patienten nicht nur das gesamte Spektrum der modernen Radiologie anbieten zu können, sondern ihn auch durch die Untersuchung zu begleiten und erste Fragen zur Diagnose zu beantworten.”

Für den Geschäftsführer des Krankenhauses, der auch die finanziellen Aspekte im Auge haben muss, ist die Aufwertung der Radiologie, die auch personell weiter verstärkt werden soll, in jeder Hinsicht eine sinnvolle Entscheidung. Neue Leistungen, die die Klinik nun anbieten kann, führten auch zu neuen Einnahmen, erklärte Uwe Stelling. Die Verpflichtung Kopps, der auch als Experte für die internistische und chirurgische Tumorbehandlung gilt, werde die überregionale Bedeutung des Dürener Krankenhauses weiter stärken, ist Stelling sicher.
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