Rölsdorf - Die Rettungswache West wird frühestens im Frühjahr fertig

Die Rettungswache West wird frühestens im Frühjahr fertig

Von: wel
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Hans-Willi Schroeder, bei der Stadt Düren stellvertretender Leiter des Amtes für Gebäudemanagement, und Projektleiter Mirko Schoeps auf der Baustelle der neuen Rettungswache. Foto: Welkener

Rölsdorf. Beim Richtfest im März hieß es noch, die neue Rettungswache West solle Ende Oktober fertig werden. Später wurde die Inbetriebnahme dann in Richtung Dezember verschoben, nun spricht Hans-Willi Schroeder, bei der Stadt stellvertretender Leiter des Amtes für Gebäudemanagement, vom Frühjahr 2018 als frühestmöglichem Termin.

Zu der Verzögerung führten drei „Kernprobleme“, wie Projektleiter Mirko Schoeps sie nennt: das Dach, die Fassade und ein über der Anschlussleitung für Strom und Gas platzierter Trafo. Aber der Reihe nach: Das Dach sei der „erste Tiefschlag“ gewesen, meint Schroeder. Der beauftragte Dachdecker legte Schreiben von knapp zehn Lieferanten vor, die einstimmig betonten, es gebe einen weltweiten Lieferengpass bei den benötigten Dachpanelen. „Das hat uns sechs Wochen gekostet“, sagt Schroeder, schränkt aber gleich ein, dass sich das nicht genau sagen ließe, weil die Arbeiten in der Zeit nicht stillgestanden hätten. „Es ging mit Sparflamme weiter. Das fehlende Dach hat uns nicht schwer behindert, aber aufgehalten.“

Schleppender als gewünscht kamen die Arbeiten auch voran, weil auf viele Ausschreibungen nur teure Angebote von den Handwerkern kamen. Schroeder führt das darauf zurück, dass gleichzeitig viele Fördergelder für Bauprojekte eingesetzt wurden, was die Nachfrage nach Handwerkern deutlich steigerte. Schroeder: „In manchen Gewerken hatten wir eine Preissteigerung von 30 Prozent.“

Die gestiegenen Kosten führen den stellvertretenden Amtsleiter zum zweiten Kernproblem: der Fassade. Geplant gewesen sei eine „wunderschöne Holzfassade“, schwärmen Schroeder und Schoeps und lassen ihre Blicke etwas bedauernd über das graue Wärmedämmverbundsystem schweifen, das nun zwischen den roten Rolltoren an der Fassade angebracht wurde.

Dieser Plan B ist weniger etwas fürs Auge als vielmehr für den Budgettopf: Da das Wärmedämmverbundsystem nur ein Drittel der exklusiven Holzfassade kostet, konnten so die Kostensteigerungen für andere Arbeiten abgefangen werden. Dafür musste aber umgeplant und neu ausgeschrieben werden. Schroeder: „Der Todesstoß für jede Zeitplanung.“

Arbeiten stauten sich an

Weitere sechs bis acht Wochen zogen ins Land, weil ein ganzer Rattenschwanz an aufgestauten Arbeiten folgte: Solange die Fassade nicht fertig war, stand das Gerüst am Gebäude, in der Zeit konnten drum herum keine Randsteine gesetzt werden, und ohne die kann nicht asphaltiert werden. Letzteres wird bald geschehen, weil die Randsteine nun verlegt sind.

„Und seit Mittwoch können wir auch heizen“, freut sich Schroeder. Das dritte Kernproblem war nämlich, dass ein Trafo, der die Rettungswache versorgte, genau über der Anschlussleitung stand, sodass Gas und Wasser nicht ins Gebäude eingeführt werden konnten.

Nun aber arbeitet die Heizung, und über die Feiertage (die eine erneute Verzögerung im Baufortschritt bedeuten) wird der Estrich trocknen, damit im kommenden Jahr das Linoleum verlegt werden kann. „Wenn das liegt, geht es schnell“, ist Schroeder überzeugt. Dann werden noch Türen gestrichen, Räume gereinigt und Möbel aufgestellt. In der Halle für fünf Fahrzeuge fehlt noch der Kunstharzbelag auf dem Boden, und eine Woche mit gutem Wetter wird für die Asphaltierarbeiten benötigt. Daher die aktuelle Prognose: Frühjahr.

Auch wenn das Projekt damit den anfangs gesteckten zeitlichen Rahmen sprengt, gibt es bei den Kosten – nach der ersten Erhöhung auf 3,3 Millionen Euro – keine weiteren Änderungen. Das sind zehn Prozent mehr, als ursprünglich kalkuliert.

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