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Die Rather Straße mutiert zur Rennstrecke

Von: Anne Wildermann
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An die Rather Straße grenzt ein Wirtschaftsweg an, der wird gerne von Autofahrern genutzt wird. Foto: Michael Breuer

Merzenich. Sie gilt als inoffizielle Rennstrecke in Merzenich: die Rather Straße. Autofahrer nutzen die breite und ausgebaute Straße mit ihren Pkw, um schneller zum S-Bahnhof zu kommen oder zur Autobahn. Obwohl es Bodenwellen auf der Strecke gibt und es sich um eine 30er-Zone handelt, lässt Anwohner Stefan Hein seine Tochter nicht alleine auf der Straße spielen oder diese überqueren.

Auch Geschwindigkeitsmessungen der Polizei im Dezember 2016 belegen, dass die Rather Straße gefährlich werden kann. Mit bis zu 96 km/h sind Autos durch die Straße gerauscht. 85 Prozent der Verkehrsteilnehmer, deren Geschwindigkeit gemessen wurde, fuhren durchschnittlich 46 Kilometer pro Stunde.

Mit dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Michael Breuer und der Anwohnerin Sandra Puderbach hat Hein ein Schreiben aufgesetzt, das in den Merzenicher Gemeinderat eingebracht werden soll. Konkret fordern die drei, dass der landwirtschaftliche Weg ab dem Friedhof (ortsauswärts) als Einbahnstraße kenntlich gemacht wird und dort eine maximale Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h gelten soll.

„Andernfalls muss der Wirtschaftsweg komplett für den Pkw-Verkehr dicht gemacht werden“, sagt Breuer. Des Weiteren wollen die Anwohner, dass für die Straße ab Nordstraße/Ecke Rather Straße bis zur Gärtnerei eine Höchstgeschwindigkeit von zehn Kilometern pro Stunde gelten soll. „Alternativ wäre auch eine Spielstraße denkbar“, ergänzt Breuer.

Das Fehlen eines Radweges und Straßenlaternen an dem Stück, das parallel zum Friedhofsparkplatz verläuft, monieren die drei ebenfalls.

Vor mehr als 20 Jahren wurde der Wirtschaftsweg für Autos freigegeben. Der Grund: Bei größeren Beerdigungen sollten diese schneller wieder abfahren können. Diesen Zustand halten die Anwohner inzwischen für überflüssig.

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