Die „Rathausfeuerwehr“: Initiative der Gemeinde Hürtgenwald

Von: Fred Schröder
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Feuerwehrenzeichen in Silber: Markus Ahns und Hans Jürgen Heinrich (2. und 3. von links) wurden durch Bürgermeister Buch, Kreisbrandmeister Herkenrath und Wehrleiter Kurth (v.l.) geehrt. Foto: Fred Schröder

Hürtgenwald. Ein eigenes Bild von Einsatzbereitschaft und Schnelligkeit der Freiwilligen Feuerwehr Hürtgenwald konnte sich, wenn auch unfreiwillig, NRW-Innenminister Ralf Jäger machen: Bei einem privaten Aufenthalt des Ministers in einem Hotel im Kalltal schlug die Brandmeldeanlage an.

Und schon stand die Feuerwehr vor der Tür. Deren Schwierigkeit: Die Löschkräfte mussten an den Personenschützern des Ministers vorbei. Dieser Einsatz steht als einer von acht Fehlalarmierungen in der Statistik der Feuerwehr Hürtgenwald, die 70 Alarmierungen im vergangenen abzuarbeiten hatte.

„Ein normales Jahr, ohne besondere Großeinsätze“, sagte Walter Kurth, der Leiter der Feuerwehr, in seinem Jahresbericht feststellte. Dreimal rückte die Wehr zu größeren Schadenslagen bei überörtlichen Unglücken aus. Mehr als Viertel der Einsätze waren technische Hilfeleistungen und in 15 Fällen mussten die Wehrleute sich als Tierfänger beteiligen. Und zehnmal mussten Ölspuren beseitigt werden. Einmal sogar Weihnachten zwei Stunden lang.

Bei der Ölspur-Beseitigung arbeiten Bauhof und Wehr eng zusammen. Die Wehr streut ab und wenig später kommt die Kehrmaschine.

Überregional in den Fokus geraten ist die Hürtgenwalder Feuerwehr durch eine Maßnahme, die aus der Not geboren. Seit dem 1. Juni vergangenen Jahres gibt es eine „Löschgruppe Verwaltung /Bauhof“. Sie war im vergangenen Jahr sechsmal im Einsatz. In ihr sehen übereinstimmend Wehrleiter Kurth, Bürgermeister Axel Buch und Kreisbrandmeister Hans-Peter Herkenrath „einen richtigen Weg zur Sicherung der Einsatzbereitschaft tagsüber“.

Inzwischen informieren sich Politik und auswärtige Wehren über den Einsatz der Verwaltungsmitarbeiter. „Die sind mit sehr hohem Engagement bei der Sache“, ist die allgemeine Bilanz.

Der Hürtgenwalder Wehr gehören 158 Aktive an, darunter sechs Frauen. Auf die Damen müsse man in Zukunft immer mehr zählen, so der Wehrleiter, der im Brandschutzbedarfsplan eine Zahl von 213 Aktiven anpeilt. „Die Jugendfeuerwehr ist unsere Zukunft; ohne die Jugend gehen die Feuerwehren ein“, so Kurth.

„Wir wollen gemeinsam etwas bewegen und ziehen daher an einem Strang“, betonte Bürgermeister Axel Buch. Für die nächsten Jahre muss die Gemeinde viel Geld in die Hand nehmen, um die Ersatzbeschaffung von Einsatzfahrzeugen zu realisieren. 2013 investierte die Gemeinde 360 000 Euro.

Gemeinsam mit dem Wehrleiter und dem Kreisbrandmeister zeichnete Buch Hans Jürgen Heinrich (Bergstein) und Markus Ahns (Hürtgen) mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber für 25-jährige aktive Mitgliedschaft aus. Diese Auszeichnung wird Jörg Dahmen, Thomas Hürtgen, Thomas Kuck, Elmar Sommer und Norbert Löhrer später überreicht.

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