Düren - Die Powervolleys siegen auch mit Köpfchen

Die Powervolleys siegen auch mit Köpfchen

Von: Franz Sistemich
Letzte Aktualisierung:
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Wenn das mal kein Jubel ist: Blair Bann und Marvin Prolingheuer eilen auf Dennis Barthel zu, der den letzten Punkt machte. Foto: Guido Jansen

Düren. Draußen vor der Arena Kreis Düren sagte der Trainer des VfB Friedrichshafen zu Helmut Schmitz, dem Hallensprecher der SWD Powervolleys: „Ich habe es gewusst.“ Vital Heynen, der Nachfolger von Stelian Moculescu als Trainer des Teams vom Bodensee, schien nach dem klaren Sieg im Supercup gegen die Berlin Recycling Volleys und dem überaus deutlichen Erfolg gegen den TV Rottenburg zum Saisonauftakt von der mentalen Qualität seines Teams nicht überzeugt zu sein.

Möglicherweise waren sich seine Jungs ob der eigenen Siege und Dürens Niederlage gegen die United Volleys Rhein Main aus Rüsselsheim zu siegessicher.

Doch Düren wollte Samstag etwas schaffen, was den Rheinländern in den jüngsten Spielzeiten nur selten gelungen ist: ein Sieg gegen den VfB oder die Berliner in der Arena Kreis Düren. Wie sagte Erich Bernd Peterhoff nach der Saison 2015/2016: „Uns fehlte ein herausragender Sieg in der Arena.“

Sogenannte Pflichtsiege gab es genug, aber ein Erfolg, der das Publikum zu Jubelstürmen wie am vergangenen Samstag hinriss, war nicht zu verzeichnen. 1500 Dürener Fans rieben sich zunächst etwas verwundert die Augen und feuerten dann immer lauter ihr Team an, ehe im dritten Satz nach Dennis Barthels Aufschlag zum Siegpunkt alle Freudendämme brachen.

„An alle, die heute nicht kommen wollten: Da habt ihr aber was verpasst“, sagte Marvin Prolingheuer. Der Diagonalangreifer der Powervolleys war wieder kaum zu stoppen, folgerichtig kürte ihn der Coach der Friedrichshafener zum wertvollsten Spieler des Siegers.

Der agierte aus einer stabilen Annahme heraus, die dem eingewechselten Zuspieler Jay Blankenau viele Möglichkeiten bot, ein effizientes und flexibles Angriffsspiel aufzuziehen. Nur ganz wenige Zuspiele fanden nicht den Adressaten, ansonsten zeigten Dürens Punktesammler, dass sie nicht nur mit Hau-drauf, sondern oft auch wohlüberlegt punkten können.

Da legte Mittelblocker Tim Broshog das Spielgerät mehrmals über den Block der Häfler in die Lücke oder passierten Tomi Rumpunen und Romans Sauss, die Dürener Außenangreifer, den gegnerischen Block mit diagonal geschlagenen Bällen.

Schließlich blieb dem Gast aus Baden-Würrtemberg nichts anderes übrig, als den Sieg neidlos anzuerkennen: „Wir wussten, dass die Partie schwer werden würde. Die Powervolleys haben nicht nur druckvoll aufgeschlagen, sie waren auch in Annahme sowie Block-Feldabwehr besser“, konstatierte Georg Klein, der frühere Dürener.

Das Sieger-Gen trugen jedenfalls die Hausherren in sich: „Ich will nicht großspurig sein“, sage Dürens Kapitän Jaromir Zachrich, aber: „Wir haben uns gesagt, dass der VfB bei uns erst einmal gewinnen muss. Wir wollten schließlich gewinnen. Wir wissen aber auch, dass wir noch viel an uns arbeiten müssen. Und 98 Prozent dieser Arbeit geschieht im Training.“

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