Die Pingsheimer sorgen sich um ihre Zukunft

Von: luk
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Die Hecken an den Parkbuchten verschönern mit ihrem Grün zwar den Ort, behindern aber die Beifahrer beim Aussteigen. Foto: luk

Pingsheim. Wer würde denn nicht gern in die Zukunft schauen können? Erfahren, was einen jeden im Jahre 2030 erwartet. Pingsheimer Bürger taten es auf ihrer Dorfkonferenz.

Dorfplanerin Nathalie Franzen entführte ihre Zuhörer mit einer Phantasiegeschichte in die Zukunft und ließ diese sich vorstellen, wie sie sich ihr Dorf und ihr Leben dort in 21 Jahren vorstellen.

Doch beim Projekt „Pingsheim in 2030” geht es um mehr, als sich die Zukunft möglichst schön und rosig auszumalen: Es geht darum, Stärken und Schwächen des Ortes zu analysieren und so einen problemlosen Weg in die nächsten Jahre zu ebnen.

„Darum sollen die Bürger sich die Zukunft ihres Dorfes vorstellen, um zu sehen, was jetzt schon gut ist und wo Handlungsbedarf besteht”, erklärte Diplom-Geographin Franzen.

Die aktive Vereinsarbeit, Großstadtnähe, die gute Autobahnanbindung und einen Kindergarten im Ort - das und einiges mehr zählten die Pingsheimer als Stärken ihres Ortes auf.

Doch sie fanden auch Schwächen: Probleme im öffentlichen Personennahverkehr, Parkplatzprobleme, ein teilweise schlechtes Ortsbild und eine zu dürftige Seniorenbetreuung sind einige davon.

Und auch in manch anderem Bereich sehen einige Bürger Handlungsbedarf. Die älteren Jugendlichen sollten enger an den Ort gebunden werden, ein wirkliches Dorfzentrum fehle.

Nathalie Franzen präsentierte den Zuhörern im Saal der Gaststätte Pingsheimer Hof Lösungen, die andere Orte für manches Problem gefunden haben. So wurde in Dörfern eine Dienstleistungsbörse ins Leben gerufen, bei der Nachbarn sich gegenseitig helfen, jeder seine Stärken einbringt und die Kommunikation untereinander gefördert wird. Auch Vorschläge wie Fahrgemeinschaften und Mobilmarkt ließ Franzen diskutieren.

Die Initiative für die Dorfkonferenz hatte der ehemalige Ortsvorsteher The Franken ergriffen. Er freute sich über die rege Diskussion, obwohl er mit mehr Beteiligung gerechnet hätte. „Es gab im Ort einige Eltern, die sich beschwert haben, dass zu wenig für die Jugend getan wurde. Wir haben uns sehr bemüht, den Jugendlichen nun noch mehr anzubieten. Doch diese Eltern sehe ich hier heute nicht”, erzählte er ein wenig enttäuscht.
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