„Die Närrische Akademie hebt sich vom Einheitsbrei ab“

Von: kin
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Närrische Akademie, die elfte: Wolfgang Oelsner und Professor Herbert Schmidt sind von Anfang an dabei. Zur Jubiläumsausgabe kamen Schüler der „Katholischen Hauptschule am Großen Griechenmarkt“, Rote Funken und Nachwuchs-Rednerin Nadine Mathey.
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Närrische Akademie, die elfte: Wolfgang Oelsner und Professor Herbert Schmidt sind von Anfang an dabei. Zur Jubiläumsausgabe kamen Schüler der „Katholischen Hauptschule am Großen Griechenmarkt“, Rote Funken und Nachwuchs-Rednerin Nadine Mathey.
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Närrische Akademie, die elfte: Wolfgang Oelsner und Professor Herbert Schmidt sind von Anfang an dabei. Zur Jubiläumsausgabe kamen Schüler der „Katholischen Hauptschule am Großen Griechenmarkt“, Rote Funken und Nachwuchs-Rednerin Nadine Mathey. Foto: Sandra Kinkel
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Närrische Akademie, die elfte: Wolfgang Oelsner und Professor Herbert Schmidt sind von Anfang an dabei. Zur Jubiläumsausgabe kamen Schüler der „Katholischen Hauptschule am Großen Griechenmarkt“, Rote Funken und Nachwuchs-Rednerin Nadine Mathey. Foto: Sandra Kinkel

Düren. „Der Lehrplan muss nach so vielen Jahren geprüft werden, da fühle ich mich als alter Lehrer natürlich in die Pflicht genommen“. Wolfgang Oelsner, der etliche Bücher zum Thema Karneval geschrieben hat, war bei der allerersten „Närrischen Akademie“ in Düren der Lehrer Welsch – und durfte natürlich auch am Sonntag bei der elften Auflage der karnevalistischen Vorlesung nicht fehlen.

„Ich bin gerne gekommen“, so der 65-Jährige. „Das ist eine tolle Veranstaltung, die sich wohltuend vom Einheitsbrei der Karnevalssitzungen, den es ja auch gibt, abhebt.“ Das Haus der Stadt war ausverkauft, rund 400 Karnevalsfreunde erlebten einen launigen und gelungenen Rückblick auf elf Jahre „Närrische Akademie“.

Professor Herbert Schmidt, Präsident der Karnevalsgesellschaft „Närrische Nord-Dürener“ und Pedell, also Hausmeister der Akademie: „Alle, die bei uns als Lehrer Welsch eine Vorlesung gehalten haben und gesundheitlich dazu noch in der Lage sind, sind heute nach Düren gekommen. Es gibt quasi ein ‚Best of‘ aller Akademien.“ Mit von der Partie war neben Wolfgang Oelsner als „Ur-Welsch“, zum Beispiel Karl Becker, quasi der echte Lehrer Welsch, weil er viele Jahre lang Rektor der „Katholischen Hauptschule am Großen Griechenmarkt“ in Köln war, eben der Schule in der „Kayjass“, an der der viel besungene Lehrer Welsch unterrichtet hat.

Becker hatte auch gleich seinen Schulchor mitgebracht, der einige Karnevalshits zum Besten gab. Dr. Michael Euler-Schmidt, Dr. Marcus Leifeld und Günter Leitner von den berühmten „Roten Funken“ nahmen sich ein Stück Karnevalsgeschichte vor und beäugten unter anderem sehr genau die Tradition des Karnevalsprinzen. Mit „Sakko Kolonia“ (Dr. Bettina Wagner und Theo Krumbach), gab es „Kölsche Krätzjer“, also kleine vertonte Geschichten, die beiden Dürener Geschwister Yannick und Nadine Mathey alias „Lump Lümpchen“ sorgten mit einem flotten Zwiegespräch für jede Menge Lacher.

Einer der Höhepunkte des lustigen Vormittags war ohne Zweifel der Vortrag von Willibert Pauels – er hatte sich selbstverständlich das Thema Kirche und Karneval vorgenommen. Es gab aber auch jede Menge Dürener Lokalkolorit: Karl-August Plönnes von der „Narrenzunft“ begeisterte mit einer Büttenrede aus den 50er Jahren und Johannes Esser, Chef des Konzertforums „Cappella Villa Duria“ traute sich, in Nord-Düren das Lied vom „Chicago Ländche“ aus dem einst verfeindeten Grüngürtel zu singen...

So oder so, die Jubiläums-Akademie war ein voller Erfolg, und wird 2016 sicherlich fortgesetzt. „Themen gibt es genug“, so Herbert Schmidt. „Und vielleicht ziehe ich für ein Jahr den Pedell-Kittel aus und mache selbst den Lehrer Welsch.“ Gerne, so Schmidt, würde er dann die Eigenarten des Karnevals im Dürener Land unter die Lupe nehmen.

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