Die Modernisierung einer Traditionsstätte

Von: Jörg Abels
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Die Verantwortlichen des GFC Düren 99 um den Vorsitzenden Henner Schmidt (r.) und die Planer sind zuversichtlich, dass die modernisierte Westkampfbahn im September wiedereröffnet werden kann. Foto: Abels

Düren. An Fußballspielen ist auf der altehrwürdigen Westkampfbahn in diesen Tagen nicht zu denken – zumindest nicht auf dem Hauptplatz. Und das wird in den kommenden Monaten auch so bleiben. Denn der Rasenplatz und sein Umfeld werden komplett überarbeitet.

Die ersten der zwar markanten, aber in die Jahre gekommenen und nicht mehr standsicheren Pappeln wurden bereits gefällt. Weitere werden in den kommenden Tagen folgen. Damit geht die Ertüchtigung der Westkampfbahn in die nächste Phase. Die traditionsreiche Sportstätte, die vielen Älteren deutschlandweit noch ein guter Begriff ist, soll wieder zu einem Identifikationsobjekt werden. Sie soll Ort für Verbandslehrgänge werden, ist bereits DFB-Jugend-Stützpunkt und soll bei Bedarf auch anderen Clubs zur Verfügung stehen.

Regionalliga-Auflagen erfüllt

Dabei denken der Vorsitzende des fusionierten GFC Düren 99, Henner Schmidt, und der neu in den Vorstand aufgerückte Rolf Delhougne, der die Westkampfbahn vermarkten soll, zum Beispiel an Viktoria Arnoldsweiler. Denn sollten die „Kleeblätter“ einmal den Aufstieg in die Regionalliga schaffen, wäre der heimische Fußballplatz wohl nicht geeignet.

Anders die umgestaltete Westkampfbahn: Der Hauptplatz wird in den kommenden Monaten so ausgebaut, dass er selbst die strengen Auflagen erfüllt, die der Deutsche Fußball Bund an die vierthöchste Spielklasse stellt. Dazu gehören unter anderem ein zweiter Eingang und ein separater Fanblock für die Fans der Gastmannschaft.

Aber das ist nur ein Teil der Umgestaltung der Westkampfbahn, die vor Jahren mit der Ertüchtigung der Tribüne in Eigenregie begonnen hat. Ein Kunstrasen wurde bereits fertiggestellt, der 30 Prozent dichter als herkömmliche Plätze geknüpft ist, damit auf ihm auch Hockey gespielt werden kann, erklärt Landschaftsarchitekt Michael Reepel. „Einen vergleichbaren Platz hat Werder Bremen“, ergänzt Henner Schmidt.

Entgegen der ursprünglichen Planung wird der Hauptplatz kein künstliches Grün erhalten. Das soll natürlich bleiben, erhält aber einen Spezialaufbau. Henner Schmidt spricht in diesem Zusammenhang von finanziellen, aber auch von „sentimentalen Gründen“. „Kunstrasen wird zwar immer besser, viele Fußballer aber spielen nun einmal lieber auf Naturrasen.“ Die Erdarbeiten beginnen je nach Witterung im März oder April, im Mai soll der Platz neu eingesät werden.

Bis vor der drittältesten Holztribüne Deutschlands der erste Ball rollen kann, werden dann aber noch einige Monate vergehen. „Eine Vegetationsperiode muss das neue Grün liegen“, erklärt Reepel. Läuft alles optimal, kann das Eröffnungsspiel im September steigen. Darauf arbeitet der Vorstand hin. Die Leichtathletikanlagen und die Laufbahn werden verschwinden, dafür zwei Kleinspielfelder für die Jugend hinter den Toren entstehen.

Und die Mauer rund um den Sportplatz wird durch einen Stabgitterzaun ersetzt. „Zur Bewässerung werden wir einen Brunnen bauen“, erklärt Schmidt, „eventuell sogar auch noch einen zweiten“. Aus ökologischen Gründen soll in Zukunft auf der Westkampfbahn zur Bewässerung der Anlagen nur noch Rurwasser eingesetzt werden.

Die Gesamtkosten der Sanierung belaufen sich auf gut 1,6 Millionen Euro. 1,34 Millionen steuern die Stadt und der Kreissportbund bei, rund 320.000 Euro wird der Verein in den kommenden Jahren in Eigenleistung einbringen.

Bis der Hauptplatz wieder bespielbar ist, müssen die 17 Fußballmannschaften des GFC Düren 99 ein wenig enger zusammenrücken. Die Teams mit Aufstiegschancen genießen Priorität, betont Schmidt, andere müssen sich im Training ein wenig einschränken oder wie die Footballer auf die Anlage am Veldener Hof ausweichen.

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