Düren - Die Mensa als multifunktionaler Treffpunkt

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Die Mensa als multifunktionaler Treffpunkt

Von: Jörg Abels
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Die Bigband des Stiftischen Gy
Die Bigband des Stiftischen Gymnasiums unter Leitung von Astrid Michels begleitete die Einweihungsfeier der neuen Mensa musikalisch. Die „Stifteria” bietet Platz für 80 Schüler, kann aber multifunktional genutzt werden. Foto: Abels

Düren. Den wichtigsten Satz hätte Schulleiter Jürgen Pfaff beinahe im Trubel der Einweihungsfeier der neuen „Stifteria” vergessen. Den Satz, auf den die Schüler des Stiftischen Gymnasiums lange warten mussten: „Am Montag ist die Mensa ab 7.30 Uhr geöffnet.”

Nach gut achtmonatiger Bauzeit übergaben Dürens Bürgermeister Paul Larue und Ute Willems, Leiterin Planen und Bauen in der Aachener Niederlassung des Bau- und Liegenschaftsbetriebs NRW, dem Direktor des „Stiftischen” am Samstag symbolisch den Schlüssel des 1,3 Millionen-Euro-Projekts. Damit endete für die Gymnasiasten ein mehrjähriges Provisorium. Bekamen sie ihr Mittagessen bislang in der nahen Pleußmühle, so brauchen sie nun das Schulgelände nicht mehr zu verlassen.

Dem Bau vorausgegangen war eine langwierige Standortsuche. 20 Varianten seien unter den Gesichtspunkten Erreichbarkeit, Warenanlieferung und Denkmalschutz überprüft worden, erklärte Ute Willems den rund 150 Gästen der Einweihungsfeier. Schließlich fiel - auch weil das an die historische Stadtmauer grenzende Schulgelände aus Gründen des Denkmalschutzes nicht in Frage kam - die Entscheidung, die Mensa an der Stelle der alten Schülerbücherei zu errichten. „Der Standort zwischen dem neueren Oberstufengebäude und dem historischen Hauptgebäude ist von den Schülern gut erreichbar und kann optimal beliefert werden”, betonte Willems.

Küche, Kühl- und Nebenräume sowie die Technik und Essensausgabe sind in das Erdgeschoss des angrenzenden Gebäudes integriert. Der Essensbereich der Mensa bietet Platz für 80 Schüler. Er kann als Raum multifunktional genutzt und über mehrere doppelflügige Glastüren zum Innenhof hin geöffnet werden. Schulleiter Jürgen Pfaff sprach bereits von einem „wichtigen Kommunikationszentrum” des Gymnasiums, das ästhetisch in die Schullandschaft integriert wurde.

Die angebotenen Mahlzeiten werden von einem Dienstleister im so genannten „cook & chill”-Verfahren erzeugt, auf Deutsch „Kochen und Kühlen”. Die Speisen werden außer Haus zubereitet, durch Schockkühlung auf etwa vier Grad Celsius abgekühlt und erst zum Verzehr wieder erwärmt. „Zeitliche und räumliche Distanzen zwischen Produktion und Verzehr lassen sich so überbrücken, ohne dass Nährstoffe und Vitamine verloren gehen”, erklärte Ute Willems. Kohlenhydrathaltige Speisen wie Kartoffeln, Reis und Nudeln sowie ein Salatbuffet werden hingegen in der Mensaküche frisch zubereitet.

In zwei bis drei Schichten können bis zu 240 Essen pro Tag ausgegeben werden. Die ganztägig geöffnete Cafeteria ergänzt das Angebot um Brötchen, Gebäck und Getränke. Die Schüler können ihr Mittagessen online bestellen. Bezahlt wird bargeldlos per Chipkarte. Einzelheiten zum neuen Konzept und zum „Speisen-Konto” werden in Kürze auf der Internetseite der Schule erklärt.

Bürgermeister Paul Larue bedankte sich bei der Schülern, Lehrern und Eltern für die große Geduld, schließlich liegt der Anstoß zum Mensabau bereits fünf Jahre zurück. Er betonte, dass die Stadt in der vergangenen Dekade rund 30 Millionen Euro in den Schulstandort investiert habe und dass weitere Investitionen folgen werden. In den kommenden fünf Jahren werden insgesamt fünf Millionen Euro in die Toilettensanierung an mehreren Schulen fließen.
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