Die medizinische Stimme im Krankenhauses an der Roonstraße

Von: inla
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Der Ärztliche Direktor Christof Börgermann (r.), sein Stellvertreter Andreas Kopp (l.), Geschäftsführer Gereon Blum und Aufsichtsratschefin Liesel Koschorreck. Foto: inla

Düren. An einem Morgen der vergangenen Woche sitzen einige Entscheidungsträger des Krankenhauses Düren an einem Tisch in der Cafeteria und heben hervor, wie wichtig gemeinsame Einscheidungen aus ihrer Sicht sind. Am Tisch sitzt unter anderem die Aufsichtsratsvorsitzende Liesel Koschorreck (SPD), Geschäftsführer Dr. Gereon Blum und der neue Ärztliche Direktor, Privat-Dozent Dr. Christof Börgermann.

Man kann sich vorstellen, dass dieses Trio ein gewichtiges Wörtchen mitzureden hat, wenn es zum Beispiel um die Frage geht, in welche medizinischen Geräte das Krankenhaus an der Roonstraße investieren will. Dass ein verantwortlicher Mediziner dabei ist, wenn es um solche Fragen geht, klingt zwar plausibel, ist aber offenbar nicht in jedem Haus der Fall. Christof Börgermann, 45, ist Chefarzt der Urologie und sagt, dass er im Krankenhaus Düren gute Gestaltungsmöglichkeiten sehe und dass das „keine Selbstverständlichkeit“ sei.

Börgermann, der sein Medizinstudium 1999 in Düsseldorf abschloss, hat sich auch deshalb für das Amt des Ärztlichen Direktors am Dürener Krankenhaus interessiert, weil es „einen kurzen Draht zur Geschäftsleitung“ gebe. Als Ärztlicher Direktor ist er sogar Teil der Unternehmensführung. Börgermann ist für zwei Jahre gewählt. Nachdem sich die zehnköpfige Chefarztrunde im Haus auf ihn verständigt hat, ist er vom Aufsichtsrat ernannt worden, für zwei Jahre.

Professor Dr. Andreas Kopp, 52, ist sein Stellvertreter und Chefarzt der Radiologie. Auch er nennt die Entscheidungswege im Krankenhaus Düren „modellhaft“. Kopp weiß von anderen Häusern, in denen Ärzte wichtige Entwicklungen aus der Zeitung erfahren würden.

Christof Börgermann ist bisher stellvertretender Ärztlicher Direktor gewesen, wie Kopp jetzt. Börgermann löst Prof. Dr. Stefan Schröder ab und sieht seiner neuen Aufgabe „mit Spannung entgegen“. Zwar bedeute sie einen Mehraufwand, der aber sei in Zeiten digitaler Kommunikation „gut zu handhaben“. Der Job des Ärztlichen Direktors wird nicht extra vergütet, er ist quasi ein Ehrenamt.

Aber sicher ein Ehrenamt mit Einfluss. Wichtig sei, sagt Börgermann, das gute kommunikative Wege beschritten würden. In diesem Punkt hat Aufsichtsratschefin Liesel Koschorreck keinen Zweifel. Geschäftsführer Dr. Gereon Blum stehe für Offenheit und einen „klaren Weg der Gemeinsamkeit“.

Der Ärztliche Direktor ist nicht bloß an Investitionsfragen beteiligt, sondern an allen strategischen Entscheidungen des Krankenhauses Düren mit seinen gut 1000 Mitarbeitern. Börgermann ist so etwas wie die medizinische Stimme, die sich in der Geschäftsleitung Gehör verschaffen will. Als Ärztlicher Direktor ist der Privat-Dozent überdies ständiger Gast im Aufsichtsrat. Auch das ist alles andere als unerheblich, wenn es um die Ausrichtung des Hauses geht.

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