Düren - „Die lustige Witwe“ begeistert Jung und Alt

„Die lustige Witwe“ begeistert Jung und Alt

Von: Bruno Elberfeld
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Eine Liebe mit Happy End: Dominic Kron als Graf Danilo und Esther Hilsberg als Hanna Glawari in Franz Lehars „Die lustige Witwe“. Foto: Bruno Elberfeld

Düren. Wer erwartet hatte, dass nur ältere Gäste die Plätze im Haus der Stadt einnahmen, sah sich positiverweise widerlegt. Auch jüngere Leute hatten den Weg zu der wohl bekanntesten Operette Franz Lehars, „Die lustige Witwe“, gefunden.

Das Textbuch schrieben Victor Leon und Leo Stein nach dem Lustspiel „L´attache d´ambassade“ (Der Gesandschafts-Attaché) von Henry Meilhac. Die Operette wurde vor mehr als 100 Jahren erstmals auf die Bühne gebracht und Hunderttausende Male aufgeführt.

Von Generationen gesungen

Doch was reizt Menschen Anfang 2016, sich diese Musik und Texte anzuhören? Die Stimmen der älteren Besucher waren eindeutig: Rückblicke, Erinnerungen an eine Zeit, in der viele diese Lieder immer wieder im Rundfunk und auch auf Schallplatten gehört hatten. Die Männer und Frauen, oft schon im vorgerückten Alter, hatten Freude, diese Ohrwürmer aus Kindheit und Jugend live auf der Bühne zu erleben. „Ja, das Studium der Weiber ist schwer“, „Da geh’ ich ins Maxim“ – Lieder, die von Generationen gesungen wurden.

Die jüngeren Menschen hatte beim Kauf der Karten die Neugierde getrieben, oft begleiteten sie ihre Eltern oder Großeltern. In der Pause, die sich die Musiker und Sänger der Kölner Symphoniker und der Kammeroper Köln gönnten, sprachen die jungen Leute angetan von dieser „alten Musik“ und den oft lustig-witzigen Wortbeiträgen. Die Operette ließ sie auch einen Hauch des alten Paris erleben, der Stadt der Liebe, in der die Salons blühten und auf Amüsement angelegte Lokale Treffpunkte der Diplomaten und reichen Leute waren.

Die Handlung der Operette ist einfach erzählt: Der pontevedrinische Gesandte in Paris, Baron Mirko Zeta (Andreas Post), hat eine schwierige Aufgabe. Sein Vaterland Pontevedrinien ist pleite. So soll die reiche, lustige Witwe Hanna Glawari (Esther Hilsberg) dazu gebracht werden, einen Pontevedriner zu ehelichen, damit das Geld im Lande bleibt. Als Heiratskandidat ist Graf Danilo Danilowitsch (Dominic Kron) auserkoren. Andere Kandidaten werden von der reichen Witwe abgelehnt. Hier und da lässt sie sich scheinbar auf Werbungen der zahlreichen Heiratswilligen ein, um ihre Jugendliebe Graf Danilo, der sie gerade wegen des Vermögens von 20 Millionen Francs nicht heiraten möchte, eifersüchtig zu machen. Es kommt, wie es kommen musste: Die beiden Liebenden finden doch noch auf Umwegen zusammen, heiraten und retten ihr Heimatland.

Verhaltener Beginn

Der Beginn der Aufführung im Haus der Stadt war zunächst etwas verhalten. Einige Blechbläser im Orchestergraben dominierten manchmal die anderen Instrumente. Das Bühnenbild kam einfach und praktisch daher. Im zweiten und dritten Akt gaben rote Lampen und die Kostüme der Damen Einblicke in das Leben der Pariser Bohemien. Etwa gegen Mitte der Operette sprang der Funke auf das Publikum über, das sich mit einem langen Schlussapplaus bei den Akteuren bedankte. Unvergesslich bleiben für alle Machos der Ausspruch von Danilo: „Verliebe dich oft, verlobe dich selten, heirate nie!“

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