Die Luft an der B56 muss sauberer werden

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Um die Stickstoffdioxid-Belastung zu senken, könnte auch der Lkw-Verkehr auf der Schoellerstraße eingeschränkt werden. Foto: sj

Düren. Bekommt auch Düren Ende des Jahres eine Umweltzone? Auszuschließen ist das nicht. Die Belastung mit Stickstoffdioxid (NO2) auf der B56 im Bereich Schoeller- und Euskirchener Straße liegt deutlich über den erlaubten Grenzwerten der EU.

Bis Ende des Jahres muss die Bezirksregierung Köln deshalb einen Luftreinhalteplan erstellen, in dem wirksame Maßnahmen zur Reduzierung der Luftverunreinigung aufgeführt werden.

Auch wenn die Verursacheranalyse des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz noch nicht vorliegt, ist schon jetzt klar, dass der Straßenverkehr eine der Hauptquellen ist. Industrie, die NO2 in die Luft bläst, ist in und um Düren eher selten.

Schon bei der ersten Sitzung der von der Bezirksregierung einberufenen Projektgruppe „Luftreinhalteplan Düren”, in der neben der Stadt weitere Behörden, Verbände und Organisationen vertreten sind, haben die Vertreter der Bezirksregierung deshalb einige Vorschläge auf den Tisch gelegt, bei denen natürlich auch die lokalen Verhältnisse berücksichtigt werden müssen.

Neben der Einrichtung der aus Großstädten bereits bekannten Umweltzone beispielsweise ein Transitverbot für Lkw, eine Verkehrsbeschleunigung oder - verzögerung bis hin zu Auflagen für den Busverkehr oder die Müllabfuhr. Welche Maßnahmen zum Tragen kommen, hänge nicht zuletzt von der Beurteilung der Wirksamkeit durch das Landesamt ab, erklärte eine Sprecherin des RP. Neben den harten Maßnahmen kämen aber auch „weiche” in Betracht. Dazu zählt die Sensibilisierung der Bevölkerung durch Informationen.

Klar ist: Der von der Stadt Düren gerne als „Königsmaßnahme” zur effektiven Entlastung der Schoeller- und Euskirchenerstraße angeführte Bau der Ostumgehung (B56n) dürfte die NO2-Belastung zwar langfristig senken. Weil sie aber voraussichtlich erst 2014 fertiggestellt sein wird, müssen kurzfristig wirkende Maßnahmen ergriffen werden.

Am Dienstag, 1. Februar, wird sich der Verkehrs- und Bauausschuss der Stadt Düren mit dem Luftreinhalteplan beschäftigen, eine weitere Sitzung der Projektgruppe soll noch im Frühjahr stattfinden. Und noch im ersten Halbjahr soll auch die Öffentlichkeit an der Erarbeitung der Maßnahmen beteiligt werden.

Stickstoffdioxid (NO2) ist ein Reizgas mit stechend-stickigem Geruch, das tief in den Atemtrakt eindringt. Schon bei Gesunden kann es zu einer Überempfindlichkeit der Atemwege kommen, besonders empfindlich reagieren Asthmatiker.
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