Die langersehnte Ortsumgehung rückt in greifbare Nähe

Von: ja
Letzte Aktualisierung:

Frauwüllesheim. Der jahrzehntelange Kampf der Frauwüllesheimer für den Bau einer Ortsumgehung scheint endlich ein positives Ende zu nehmen. Am Freitag wurde bekannt, dass das Land NRW die seit 2010 baureife Maßnahme in das Landesstraßenbauprogramm 2016 aufgenommen hat.

Im Entwurf sind 600.000 Euro enthalten, die restliche Finanzierung von 3,3 Millionen Euro wird auf Folgejahre verschoben. 2016 soll der Spatenstich erfolgen.

„Das ist ein guter Tag für Frauwüllesheim“, kommentierte CDU-Ratsherr Achim Siepen die frohe Kunde aus Düsseldorf. Mit Unterstützung der hiesigen Landtagsabgeordneten hatte sich Siepen seit dem Jahr 2009 vehement für den Bau eingesetzt. Zuletzt war er noch im Sommer mit dem heutigen Nörvenicher Bürgermeister Dr. Timo Czech ins Düsseldorfer Verkehrsministerium gefahren, um die Bedeutung der Ortsumgehung noch einmal zu untermauern.

Der 750 Einwohner zählende Ort ist mit drei Durchgangsstraßen, der L 264, der L 327 und der K16, ein regelrechter Verkehrsknotenpunkt. „Die Belastung der Anwohner ist seit Jahren extrem und hat seit der Freigabe der neuen A 4-Anschlussstelle Merzenich noch einmal zugenommen“, betont Siepen. Vor allem der starke Lkw-Verkehr raube vielen Anwohnern den Schlaf. „Die ersten Lastwagen brettern schon ab 4 Uhr in der Früh durch den Ort.“

Der CDU-Landtagsabgeordnete Josef Wirtz, der sich auch seit Jahren für die Ortsumgehung einsetzt, freut sich ebenfalls mit den Anwohnern. Er prangert aber an, das nicht die komplette Bausumme vom Land bereitgestellt wird. Er befürchtet, dass es noch Jahre dauern wird, „bis die Straße endlich fertig ist“. Zudem kritisiert Wirtz die Landesregierung für die jahrelange Verzögerung.

Als die Maßnahme 2010 baureif wurde, sei sie nur mit gut zwei Millionen Euro veranschlagt gewesen, mittlerweile koste die Umgehung aufgrund der Baukostensteigerung inklusive Planungskosten 4,2 Millionen Euro. „Die Bürger von Frauwüllesheim haben damit eine Perspektive“, sagte die aus Nörvenich stammende FDP-Landtagsabgeordnete Ingola Schmitz unserer Zeitung.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert