Die landwirtschaftliche Fläche soll maximiert werden

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Hambach. RWE Power hat angekündigt, die Wasserfläche im Tagebau Hambach möglichst gering zu halten.

Kaum hatten Bürgermeister Hermann Heuser (SPD) und der Landtagsabgeordnete Josef Wirtz (CDU) ihren Unmut über die Verzögerungstaktik von RWE Power bei der Frage zusätzlicher Rekultivierungsflächen im Tagebau Hambach zum Ausdruck gebracht, flatterte am Wochenende die versprochene Erklärung des Tagebaubetreibers mit einwöchiger Verspätung im Niederzierer Rathaus ein.

Seitens der Abteilung Tagebauplanung und Umweltschutz räumen Markus Kosma und Michael Eyll-Vetter nun ein, dass durch die Entscheidung für einen Restsee Inden die maximal 4000 Hektar große Seefläche des Tagebaus Hambach um rund 350 Hektar verringert werden kann.

Sie kündigen an, dass RWE Power die sich durch den Verzicht der Restlochverfüllung in Inden ergebenen Gestaltungsmöglichkeiten im Tagebau Hambach nutzen und die weiteren Planungen darauf ausrichten wird, die Wasserfläche möglichst gering zu halten und den Anteil landwirtschaftlicher Nutzfläche zu maximieren.

Genügend Löss könne aus dem Tagebau Garzweiler bereitgestellt werden, heißt es. Begrenzender Faktor für zusätzliche Ackerflächen aber sei die zukünftige Entwicklung der Innenkippe und der Restseeböschungen, insbesondere die Gebirgsmechanik und die Standsicherheit.

Die Kippenentwicklung bis 2030 werde derzeit im Zuge der Erarbeitung des dritten Rahmenbetriebsplans konzipiert und 2010 allen Verfahrensbeteiligten vorgestellt. „Wir erwarten, dass RWE Power die zusätzliche Ackerfläche in diesem Rahmenbetriebsplan bereits vorsieht”, kommentierten Heuser und Wirtz das Schreiben, das sie mit Interesse zur Kenntnis genommen haben.

„Mehr war zum jetzigen Zeitpunkt sicher nicht zu erreichen”, betonte Wirtz am Montag gegenüber der DZ, wohl wissend, dass sich der Tagebaubetreiber mit dem Hinweis auf Gebirgsmechanik und Standsicherheit immer noch ein Hintertürchen offen gelassen hat.
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