Die L249 bei Drove muss zeitweise gesperrt werden

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Kreis Düren/Drove. Tauwetter und einsetzende Niederschläge haben Donnerstagabend und in der Nacht zum Freitag kreisweit 21 Einsätze der Feuerwehr ausgelöst.

Größere Hochwasserschäden blieben nach Auskunft der Feuerwehr anders als im Raum Aachen an Inde und Vicht aber aus; auch wenn der Rurpegel kräftig anstieg: in Zerkall beispielsweise seit Mittwochabend von 65 auf 109 Zentimeter, in Niederzier-Selhausen von 85 auf 144 Zentimeter.

Der Schwerpunkt der Feuerwehreinsätze lag nach Auskunft von Leitstellenleiter Walter Weber im Bereich Langerwehe, Jülich, Vettweiß-Frangenheim und Drove. Dort schoss einmal mehr Wasser aus der Feldgemarkung rund um die oberhalb des Ortes liegende Kiesgrube über die Landstraße 249 und drohte via Grünstraße in den Ort zu strömen.

Weil das Problem aber nicht neu ist, hatte die Gemeinde im Vorfeld bereits die Kanaleinläufe in der Grünstraße von Eis und Schnee befreit. Als der Wasserstrom gegen 21.45 Uhr zunahm, baute die örtliche Feuerwehr zunächst aus Schnee, später mit Hilfe von rund 300 Sandsäcken einen Damm, der das Wasser Richtung Kreuzau ableitete.

Starkregen nach Mitternacht

Nach Auskunft von Kreisbrandmeister Hans-Jürgen Wolfram wurde es nach Mitternacht noch einmal kritisch, als Starkregen einsetzte. Die Feuerwehr aber hatte die Situation jederzeit im Griff. Nur die L249 musste bis gegen 3 Uhr für den Verkehr gesperrt werden.

In Zukunft soll ein bereits genehmigtes Regenrückhaltebecken die Hochwassergefahr für Drove entschärfen. Nachdem ursprünglich bereits im vergangenen November mit den Arbeiten begonnen werden sollte, rechnet Kreuzaus Bauamtsleiter Siegfried Schmühl nun mit April.

Der Wasserverband Eifel-Rur ging am Freitag indes davon aus, dass mit weiteren Überschwemmungen nicht mehr gerechnet werden muss, da das Gros der Schneemassen in der Eifel bereits getaut ist.

Trotzdem hat der Kreis Düren für das Feuerschutztechnische Zentrum in Stockheim noch einmal sechs Kubikmeter Sand nachgeordert, mit denen die örtlichen Feuerwehren im Notfall rund 1000 zusätzliche Sandsäcke befüllen können.
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