Heimbach - Die Klostermauer droht einzustürzen

Die Klostermauer droht einzustürzen

Von: ch
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mariawaldmauerbild
Die 700 Meter lange Mauer um das Kloster Maraiwald muss dringend saniert werden. Rund 450.000 Euro betragen die Kosten für die Arbeiten.

Heimbach. Auch jenseits aller Kontroversen um die Wiedereinführung von alten Traditionen und Gottesdienstformen bietet das Leben in der Abtei Mariawald viele Herausforderungen.

Zu denen gehört unter anderem die Erhaltung der historischen Bausubstanz der Abtei. Ein Unternehmen liegt dabei Abt Josef Vollberg, den Mönchen und ihren Mitarbeitern aus dem Laienstand besonders am Herzen: die Sanierung der Klostermauer, die das Gelände auf rund 700 Metern Länge umzieht.

Auf Bistums- und Kirchensteuermittel können die Ordensleute dabei nicht hoffen - und das, so Chef-Ökonom Wolfgang Nowak, wo die Restaurierung auf der Außen- und der Innenseite (darum geht es, genau genommen, um zwei Mal 700 Meter) „nur” 450.000 Euro kosten soll.

Im wesentlichen besteht die Mauer von Mariawald aus Bruchstein. Nicht weit von der Ostfront der Abteikirche, dort, wo sich täglich die Mönche am Altar zur Eucharistie versammeln, umsäumen die Steine das - nun geschlossene - alte Wirtschaftstor, das zu den ältesten noch ununterbrochen erhaltenen Bau-Elementen des 1480 errichteten und 1861 von Mönchen aus dem Elsass wieder gegründeten Klosters gehört.

Nachdem die von den Nazis vertriebenen Trappisten 1945 in ihren Konvent zurückgekehrt waren, wurde das in den Kriegswirren beschädigte Mauerwerk durch eingefügte Bimssteine aufgefüllt.

Natürlich haben sich Abt Josef Vollberg und Wirtschaftsleiter Nowak, einer von rund 20 „weltlichen” Angestellten des Hauses, Rat bei Fachleuten geholt. Die haben sich die Mauer von Mariawald ganz genau angesehen und signalisiert: Die Substanz ist in einigen Teil zumindest mangelhaft.

Mehr noch: Wenn nicht bald etwas geschieht, besteht an bestimmten Abschnitten akute Einsturzgefahr. Dabei geht es nicht nur um die Mauer selbst: Auch die sieben Kreuzwegstationen um die Abtei (weitere sieben Stationen werden von der Stadt Heimbach unterhalten) brauchen die Fürsorge der Experten. Und wer weiß: Vielleicht müssen sich die Architekten, Bauingenieure und Handwerker in naher Zeit auch um andere Teile von Mariawald kümmern...

Historisches Gemäuer zu pflegen und mit Leben wie Geist zu erfüllen - das ist eine Aufgabe, die nicht nur Abt, Mönche und Angestellte in die Pflicht nimmt. Umwohnende und Freunde, denen das Wohl und Wehe von Mariawald am Herzen liegt, sind genau so aufgerufen, sich beim Erhalt und der Sanierung zu engagieren.

Darum haben Menschen, die dem Kloster Gestalt und Leben geben, ein Spendenkonto eingerichtet und freuen sich zudem über jeden Helfer, der vor Ort Hand anzulegen bereit ist.

Wer also helfen möchte, ist bei Wolfgang Nowak, Durchwahl (02446) 9506-12, E-Mail: oekonomie@kloster-mariawald.de genau an der richtigen Adresse.
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