Die Kleinen zeigen auf der großen Bühne, was sie können

Von: Gudrun Klinkhammer
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Der Kunstförderverein Kreis Düren und RWE hatten am Donnerstag zum „Kinderkonzert“ in das Jugendstilkraftwerk Heimbach eingeladen.
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Pia Hoffmann und Lars Vogt freuten sich über die Anwesenheit von rund 580 Kindern. Foto: Gudrun Klinkhammer

Heimbach. „Die Kinder sind unglaublich stolz, hier auftreten zu dürfen“, freute sich Regionalkantor und Chorleiter Hans-Josef Loevenich. Die Vokalklassen der Südschule und der Martin-Luther-Schule Düren durften am Donnerstag im Jugendstilkraftwerk zu Beginn des „Kinderkonzerts“ unter seiner Leitung auf großer Bühne zeigen, was sie drauf haben.

Die 70 kleinen Vokalisten sangen, pfiffen und tanzten rund 15 Minuten lang Auszüge aus dem Kindermusical „Max und die Käsebande“.

600 Personen, darunter rund 580 Kinder aus Hambach, Niederzier, Schleiden, Düren, Winden und Heimbach, lauschten den Ausführungen konzentriert. Auch Lars Vogt, Künstlerischer Leiter des Kammermusikfestivals „Spannungen“, ließ es sich nicht nehmen, den Kids zuzuhören und die Ausführenden mit kräftigem Applaus zu belohnen. Das witzige Musical hatten die Vokalklassen kürzlich mit viel Erfolg im Dürener Haus der Stadt aufgeführt. Nicht aus Versehen durfte Regionalkantor Hans-Josef Loevenich mit seinen Schützlingen auch im Kraftwerk auftreten.

Denn nach einer Kostprobe ihres Könnens erhielt die „Loevenich-Truppe“ den RWE-Preis, der mit 800 Euro dotiert ist. Übergeben wurde der Preis von RWE-Kommunalbetreuer Walfried Heinen und von Pia Hoffmann, die an diesem Tag den Kunstförderverein Kreis Düren repräsentierte. Hoffmann sagte: „Damit Sie auch im kommenden Jahr wieder ein Musical einstudieren können.“

Der Kunstförderverein organisiert mit Lars Vogt seit 18 Jahren das international bekannte Festival. Auch der Kunstförderverein vergab an diesem Tag einen Preis in Höhe von 800 Euro. Über diese finanzielle Unterstützung freuten sich die Mitglieder der Musikschule Nideggen, allen voran Renold Quade.

In jedem Jahr bereichert Quade mit diversen Musikern das Kammermusikfest, indem sie als Turmbläser vor den einzelnen Konzerten spielen. So stand auch eine Abordnung vor dem Kinderkonzert in bewährter Weise bereit. Nach der Übergabe der Preise nahm Fernsehmoderator Malte Arkona das Mikrofon in die Hand. „Wer ist exakt 1,63 Meter groß?“, fragte Arkona in die große Runde. Einige Kinder meldeten sich, und Malte Arkona ging durch die Zuschauerreihen, um sich den elfjährigen Peter herauszufischen und ihn auf die Bühne zu bitten. Der Moderator wusste zu berichten, dass der Komponist Gustav Mahler (1860 - 1911) exakt so groß war wie Peter. Mahler war für heutige Verhältnisse also eher ein klein gewachsener Mann, dafür war und ist seine Musik umso größer.

Die „Spannungen“-Künstler Juliane Banse (Gesang), Sharon Kam (Klarinette) und Lars Vogt präsentierten zu Beginn des eigentlichen Kinderkonzertes Takte aus einem Liederzyklus von Gustav Mahler. Sie lieferten Klänge in bester Schallplattenqualität ab.

Kian Soltani (Cello) und Aaron Pilsan (Klavier) wussten ihre kleinen Zuhörer mit „New York Honk“, komponiert von Thomas Demenga, in ihren Bann zu ziehen. Für weiteres Aufsehen sorgten aufgrund ihres hervorragenden Spiels Kristian Katzenberger (Horn) und Jana Bouskova (Harfe). Als Solistin betrat die erst 16-jährige Sophie Wang (Violine) die Bühne. Mit ihrem virtuosen Geigenspiel heizte sie die warmen Temperaturen im Raum noch an und erntete wie die anderen Künstler viel Applaus. Zwischenzeitlich rückten einige Rettungswagen an, da ein Kind angesichts des Klimas Kreislaufprobleme hatte.

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