Die kleine Anna und ihr großes Herz für kranke Kinder

Von: Fred Schröder
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Mit den Spendengeldern von Ann
Mit den Spendengeldern von Anna Mödersheim (rechts) wird unter anderem der Einsatz des Clowns Cocktelia in der Kinderklinik an der Roonstraße finanziert. Foto: Schröder

Düren. Anna Mödersheim ist Stammgast auf der Kinderstation im Krankenhaus an der Roonstraße. Nein, Anna ist akut nicht krank. Sie war es. Vor gut drei Jahren. Eine chronische Darmerkrankung machte ihr zu schaffen.

Gut drei Monate Krankenhausaufenthalt waren nötig. Leicht hatte es Anna damals nicht. Aber sie lernte in dieser Zeit, dass es Kinder gibt, die in der Erkrankung viel alleine sind, wenig Besuch bekommen und wenig Spielzeug haben. Da hatte Anna eine Idee. Sie wollte etwas für kranke Kinder tun. Seitdem sammelt Anna. Reste vom Taschengeld, Spenden von guten Freunden der Familie, und auch von außerhalb wird die Unterstützung immer größer.

Im ersten Jahr waren es 600 Euro, im zweiten Jahr 50 Euro mehr. Und jetzt waren es sogar 1250 Euro, die Anna zusammenbrachte. Und weitere 500 Euro kamen von einer Versicherungsgesellschaft, die von Anna und ihrer Spendenaktion gehört hatte. Prompt spendeten die Krankenkassenangestellten das Geld, das ihnen für einen lustigen Team-Abend zur Verfügung stand.

Für Oberarzt Dr. Andreas Wentz und seine Mitarbeiterinnen sind Anna und ihre Eltern lieb gewonnene regelmäßige Besucher. Zur Überreichung der dritten Spende demonstrierte Wentz im Namen des Fördervereins der Kinderklinik, was mit dem Spendengeld geschieht. Clown Cocktelia war eigens gekommen, um die kranken Kinder aufzuheitern. Der Einsatz des Clowns, aus ärztlicher Sicht eine nicht hoch genug einzuschätzende therapeutische Hilfe, wird ebenso aus dem Spendengeld finanziert wie auch die Anschaffung von DVD-Playern. Sie sind für die Kinder bestimmt, die nach Eingriffen ihr Bett nicht verlassen und nicht zum Fernsehen in das Spielzimmer gehen können.

Routiniert unterschrieb Anna am Dienstag den symbolischen überdimensionalen Spendenscheck. Derweil verteilten Kinder, die derzeit auf der Station behandelt werden, kühle Getränke und Kekse. „Ich komme wieder”, versprach Anna. Und im Krankenhaus denkt man schon mal laut über die Zukunft nach. „Wir können uns vorstellen, dass sie später einmal als Praktikantin oder Auszubildende zu uns kommen wird”, sagte Wentz. Bis dahin wird die Achtjährige sicher noch viele Spenden sammeln und überreichen.
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