„Die junge Akademie besitzt schon einen Kultstatus“

Von: gkli
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Anika Borger aus Arenberg und Marla Scheiner aus Erftstadt nahmen am Porträtmalerei-Kurs in Heimbach teil. Die Ausstellung eröffnete Prof. Frank Günter Zehnder. Foto: gkli

Heimbach. „Warum eine solche Ausstellung?“ stellte Prof. Frank Günter Zehnder die Frage in den Raum. Am Montagmittag fand in der Internationalen Kunstakademie in Heimbach, die von Zehnder geleitet wird, eine Vernissage statt. Gezeigt werden in den kommenden Wochen Werke von jungen Leuten zwischen dem achten und 16. Lebensjahr.

Die Nachwuchskünstler nahmen an den Workshops der „Kunstakademie für junge Leute“ teil, die in der letzten Woche der Sommerferien angeboten worden war. Renommierte Künstler standen als Dozenten bereit: Antonio Nuñez (Malerei), Peter Nettesheim (Holzbildhauerei), Beatrix von Bock (Materialdruck), Dieter Otten (Fotografie) und Doris Meile (Porträtmalerei). Zehnder: „Die junge Akademie besitzt schon Kultstatus, die sechs Angebote waren im Nu ausgebucht.“

Was die jungen Leute erwartet: Entspannung, Abwechslung, neue Freundschaften, Naturerlebnis und die Möglichkeit, sich kreativ zu entfalten. Zehnder: „Wir entdecken in diesen Kursen wirkliche Talente, die förderungspflichtig sind.“ Manche kämen dann auch einige Jahre später wieder, entweder in die Mappen-Kurse, um sich damit die Türe zu einem Hochschulstudium zu öffnen oder in die Erwachsenenkurse.

Während der Workshops in Heimbach arbeiten die Kinder und Jugendlichen vormittags je nach Interesse mit den Dozenten zusammen. Am Nachmittag werden sie, nach Altersklassen aufgeteilt, von einem Betreuerteam in die Natur begleitet. Mit der Ausstellung wird die „Kunstakademie für junge Leute“ abgeschlossen. Jeder Teilnehmer darf eine Arbeit zeigen. Zehnder: „Wenn wir alles zeigen würden, was die jungen Leute geschaffen haben, wären die Wände voll.“

Etwas irritiert zeigte sich der Leiter der Akademie über die fehlenden Künstler. Zu Beginn der Vernissage war kein einziges Nachwuchstalent vor Ort. Erst später trafen zwei Mädchen ein: Anika Borger, elf Jahre alt und aus Arenberg sowie Marla Scheiner, 13 Jahre und aus Erftstadt. Anika Borger, die drei Porträts schuf und die Zeit sehr bereichernd fand, lebte während der Zeit im Stadtgebiet von Heimbach bei ihrer Tante, Marla Scheiner wurde von ihren Eltern jeden Tag von Erftstadt nach Heimbach gefahren und auch wieder abgeholt.

Zehnder berichtete, dass die Jugendlichen in erster Linie aus dem Raum Jülich-Euskirchen anreisten, aber auch Teilnehmer aus Frankfurt, Leverkusen und dem Harz hat es bereits zur „Kunstakademie für junge Leute“ hingezogen. Frank Günter Zehnder: „Ich hatte heute hier viele junge Leute mit ihren Eltern erwartet. leider hat irgendetwas einen Strich durch die Rechnung gemacht. Was es war, das werden wir reflektieren.“

Für die musikalische Umrahmung der dennoch gut besuchten Vernissage zeichneten die Brüder Luke und Janosch Müller aus Drove verantwortlich. Mit akustischer Gitarre und Gesang empfahlen sie sich als hörenswertes Duo, das Musik der 1990er Jahre bis heute gekonnt covert.

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