Die Jagd nach Schnäppchen kann beginnen

Von: Stephan Vallata
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Attraktive Angebote für Schnäppchenjäger: Gestern ist der Winterschlussverkauf gestartet. Auch in Düren gewähren die Einzelhändler Rabatte von bis zu 70 Prozent auf ihre Waren. Foto: Vallata

Düren. Schön war die Zeit, in der der Winterschlussverkauf (WSV) zu tumultartigen Unruhen in den Kaufhäusern geführt hat - also aus Händlersicht. Um die Grabbeltische bildeten sich große Menschentrauben, an den Kassen lange Schlangen, und dazwischen entbrannte so manches Privatduell um reduzierte Konfektionsware.

Aus und vorbei. Seit Rabataktionen nicht mehr zeitlich befristet sein müssen, ist der Ansturm der Konsumenten ein wenig verhaltener geworden. Trotzdem gibt es ihn noch, den WSV. Wohl auch zu recht: Die drei magischen Buchstaben in den Schaufenstern der Geschäfte haben nach wie vor Magnetwirkung. Am Montag ist der Winterschlussverkauf bundesweit gestartet.

Dass sich der WSV trotz zeitlich unbefristeter Rabattierung immer noch lohnt, hält Jörg Hamel für unzweifelhaft. Der Vorsitzende des Einzelhandels- und Dienstleistungsverbandes Aachen-Düren-Köln sagt: „Der Winterschlussverkauf ist ein gutes Mittel, um die Lager zu räumen. Von daher ist der Handel immer gut beraten gewesen, sich dieses Mittels zu bedienen.” Rabatte von bis zu 70 Prozent seien einen gängige Größenordnung. Aufgrund der anhaltend kalten Witterung könnten jedoch gerade in der Textilbranche kurzfristige Engpässe auftreten und nicht mehr alle Größen vorhanden sein.

Im Übrigen seien saisonale Preisnachlässe längst nicht mehr nur auf den Bekleidungsbereich beschränkt, weiß Hamel. Auch Elektrofachgeschäfte, Baumärkte oder Möbelhäuser beteiligten sich vermehrt daran. Daraus folgt: „Je mehr Geschäfte ihre Waren reduzieren, desto interessanter wird es für die Kunden”, sagt Hamel.

IG City-Chef Rainer Guthausen baut ebenso auf den WSV, da aufgrund der „gesamtwirtschaftlichen Lage” bisher eher eine „Kaufzurückhaltung” geherrscht habe. „Nur so ist der Einzelhandel dazu in der Lage, das Minus wieder wettzumachen, das im Jahr aufgelaufen ist.” Auch überregional operierende Geschäfte hätten „große Schwierigkeiten”. Kaufanreize zu schaffen, seien daher außerordentlich wichtig, um den Umsatz noch steigern zu können.

Rabattschlachten noch vor Weihnachten wie in den vergangenen Jahren hat Daniel Böttke, Manager des Stadt-Centers, dieser Tage nicht beobachten können. Vorgaben für die 55 Geschäfte im Stadt-Center gebe es keine. Vorbei komme daran niemand. „Jeder Einzelhändler muss selbst wissen, wo bei ihm die Schmerzgrenze liegt.” Schnäppchenjäger jedenfalls werde es bestimmt freuen, wenn die Preise immer tiefer in den Keller fallen. Aber Böttke sagt auch: „Ob das immer so gesund und förderlich ist, weiß ich nicht.”
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