Die Innenstadt wird zum großen Parkplatz

Von: Leandra Kubiak
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Eine Seltenheit: der Lagonda M45 Tourer. Anita Bonnauer (Kreishandwerkerschaft), Rolf Ferebauer (Kfz-Innung), Hans-Jörg Herten (Autohaus Herten), Eberhard Hess (Motorsportclub Düren) und Udo Zimmermann (Sparkasse) freuen sich auf die 38. Dürener Autoschau. Foto: L. Kubiak

Düren. In diesem Monat dürfen sich die Dürener wieder auf schnittige Karossen und viele Pferdestärken mitten in der Innenstadt freuen: Die Dürener Autoschau geht am Sonntag, 28. August, in die 38. Runde. „Die jüngsten Schauen waren eine Bereicherung für die Stadt“, findet Sparkassenvorstand Udo Zimmermann.

Von dem Konzept, die Schau auf dem Annakirmesplatz umzusetzen, hat man sich gänzlich verabschiedet. „Der Platz war einfach zu groß und passte nicht mehr zu unserer Ausstellung“, sagt Hans-Jörg Herten, Organisator der Autoschau. Die Fläche in der Innenstadt sei nun zwar kleiner und es könnten nicht mehr so viele Fahrzeuge ausgestellt werden, „die Qualität ist dafür aber entsprechend besser geworden“, sagt Herten. Ganz nach dem Motto „Klasse statt Masse“.

So oder so: „Die Autoschau ist eine feste Größe in der Dürener Welt“, findet Rolf Ferebauer, Obermeister der Innung Düren-Jülich des deutschen Kraftfahrzeug Gewerbes. Die diesjährige Schau ist die dritte, die in der Innenstadt veranstaltet wird. In diesem Jahr sind 13 Aussteller dabei; von 11 bis 18 Uhr werden rund 200 Fahrzeuge gezeigt.

Die Ausstellungsfläche wird sich vom Rathausvorplatz über den Marktplatz bis hin zum Annaplatz erstrecken. Mit dabei sind nicht nur viele Autohäuser, sondern auch der TÜV Rheinland, die Handwerkskammer, die Stadtwerke Düren und der Dürener Motorsport Club. Unterstützt wird die Veranstaltung auch von der Sparkasse Düren.

„Das Auto hat an Stellenwert verloren“, muss Ferebauer feststellen. Eine besondere Herausforderung der Automobilbranche dürfte also darin liegen, das Image wieder zu verbessern und junge Menschen für das Auto zu begeistern.

„Es geht heute nicht mehr nur um das Auto als Fortbewegungsmittel, sondern auch um das Auto als Kommunikationsgegenstand, der stark im digitalen Wandel steht“, ist sich Herten sicher. Und genau darin sieht er auch eine große Chance, junge Menschen wieder stärker für das Auto zu begeistern.

„Es gibt viele neue Entwicklungen, die auf der Schau zu sehen sein werden“, sagt Ferebauer. Dabei geht es aber nicht nur um Kommunikationsmöglichkeiten, die künftig in Autos eingebaut sein werden, sondern auch um das Thema Sicherheit. „Technologien zum Abstandhalten sind gerade ganz aktuell“, weiß Ferebauer. Ein Dauerbrenner sei das Thema Antriebstechnik, meint Herten.

Nicht nur moderne Fahrzeuge gibt es bei der Schau zu sehen, auch einige Oldtimer werden gezeigt, die der Dürener Motorsport Club stellt. Auch Freunde des Wohnmobils kommen auf ihre Kosten, denn es werden nicht nur Pkw ausgestellt.

„Es ist eine Veranstaltung für die ganze Familie“, meint Zimmermann. Ziel der Veranstaltung ist aber in erster Linie, die Wirtschaft in Düren und Umgebung zu stärken. „Düren soll stark bleiben und das Geld soll in der Stadt ausgegeben werden, und nicht nur noch im Onlinehandel“, findet Ferebauer.

Die Lage in der Innenstadt empfinden die Veranstalter übrigens als „Win-Win-Situation“: Aussteller und Dürener Gastronomen würden an so einem Tag gegenseitig voneinander profitieren.

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