Die Initiative „AC2“ startet in die 13. Runde

Von: Gudrun Klinkhammer
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Jörg Mauel, Heike Krier, Landrat Wolfgang Spelthahn und Birgit Müller-Langohr von der Stabsstelle für Wirtschaftsförderung des Kreises Düren (v. li.) sind von der Wachstumsinitiative „AC²“ und deren Nützlichkeit absolut überzeugt. Foto: Gudrun Klinkhammer

Kreis Düren. Die eigene Firma mal objektiv zu betrachten beziehungsweise objektiv von Fachleuten begutachten zu lassen, das bedarf Mut und Zeit, doch lohnenswert ist dieser Prozess allemal. Zum 13. Mal startet die Wachstumsinitiative „AC²“ in diesen Tagen mit dem Ziel, Unternehmen in der Region zu stärken.

Firmen, deren Gründungsdatum fünf Jahre und länger zurückliegt und die zwischen fünf und 250 Mitarbeiter beschäftigen, werden angesprochen. Sie sollen animiert werden, sich beim Wettbewerb zu beteiligen. „Denn“, sagt Heike Krier, die Geschäftsführerin der ausrichtenden Gründer-Region Aachen, „bei diesem Projekt gewinnen alle, nicht nur die Preisträger.“

Den Gewinnern winken tatsächlich Geldpreise in Höhe von 5000, 2500 und 1000 Euro, doch alle Unternehmer würden gewinnen, weil sie die Möglichkeit erhalten, an sechs Infoveranstaltungen teilzunehmen, zwei unabhängige Gutachten zu erhalten und fachlich beraten zu werden.

Der Titel der 13. Auflage lautet „Klar Schiff machen, Kurs aufnehmen“. Krier: „Häufig ist es doch so: In den Firmenschubladen schlummern Ideen, aber der Alltagstrott verhindert den gewissen Schubs und die mögliche Umsetzung.“ Mit Hilfe der Wachstumsinitiative sollen Unternehmen genau diesen Schubs erhalten und Pläne für Neues erstellen.

Die Wachstumspläne werden von einer Jury bewertet. Träger der ausrichtenden Gründerregion sind beispielsweise verschiedene Kammern, diverse Landkreise, Geldinstitute, das Forschungszentrum Jülich und die RWTH Aachen. Die Zahlen beeindrucken: Die Arbeitsplätze in den Betrieben der Teilnehmer stiegen von 2003 bis 2013 um 67 Prozent von 2166 auf 3628 Mitarbeiter, speziell im Kreis Düren lag die Steigerung bei 61 Prozent.

Dürens Landrat Wolfgang Spelthahn lobt die Wachstumsinitiative „AC²“ ebenfalls: „Der Wettbewerb hat schon viel Segensreiches bewirkt und er ist mir eine Herzensangelegenheit.“ Denn gerade die kleinen und mittleren Unternehmen seien es, die das Kernstück des Arbeitsmarktes im Kreis Düren bilden und rund 65 Prozent der Arbeitsplätze vorhalten.

Seit 2003 haben 97 angemeldete Projekte im Kreis Düren stattgefunden. Spelthahn: „Es ist richtig, dem Tunnelblick entgegenzuwirken und einmal Rat von außen zuzulassen.“

Gerade in der Wachstumsphase eines Betriebes sei Hilfe angebracht. Jörg Mauel, Chef der Firma Mauel Industrie-Service mit Sitz in Heimbach, nahm über den vergangenen Winter am Projekt teil. Zwar landete er mit seinem Wirtschaftsplan nicht auf einem der drei Gewinnerplätze, doch wurde er immerhin für einen Gewinn nominiert und erlebte das ganze Prozedere hautnah mit.

Mauel, der vor der Teilnahme 13 Mitarbeiter beschäftigte und heute 15, blickt zurück: „Es hat sich wirklich gelohnt, schon beim ersten Treffen bin ich inspiriert worden und knüpfte Kontakte, die sich bis heute gehalten haben.“ Der Firmenchef benennt aber auch das beachtliche Maß Zeit, das es zu investieren galt.

Er stellte eigens eine Mitarbeiterin ein, die er einige Wochen lang ausschließlich mit der Projektarbeit betraute. 2004 machte sich der 43-Jährige mit einem Großhandel für technische Produkte, Schläuche, Hebezeuge, Anschlagmittel und Betriebseinrichtungen selbstständig. Vor allem auch aufgrund der Teilnahme an der Wachstumsinitiative ist seinem Betrieb inzwischen ein Schulungszentrum angegliedert. Mauel: „Die Teilnahme, wenn auch zeitintensiv, kann ich nur jedem empfehlen. Ich habe mich damit auch selber einem gewissen Druck ausgesetzt. Eigentlich sollte die Teilnahme turnusmäßig etwa alle zehn Jahre durchgeführt werden. Wir werden auf jeden Fall wieder mitmachen.“

Allerdings müsse die Chemie zwischen Unternehmer und dem zugewiesenen Paten stimmen. Am Montag, 28. September, findet ab 17 Uhr eine erste Infoveranstaltung für interessierte Unternehmer in der Kreisverwaltung in Düren, Haus B, Raum 140 statt. Rund 40 Teilnehmer werden pro Jahr von der Wachstumsinitiative „AC²“ zugelassen. Der Anmeldeschluss für das Beratungsprogramm für die 13. Auflage „Klar Schiff machen, Kurs aufnehmen“ ist am Freitag, 27. November. Weitere Informationen gibt es unter 0241/4460350 oder im Internet: www.ac-quadrat.de

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