Die Ingenieure des Irrsinns feiern gerne Klangorgien

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Verrückt, oder? „Ars Vitalis” treten am
15. November im Komm-Zentrum auf

Düren. Ist es Kabarett oder schon Performance-Kunst, was die drei Herren in nicht ganz aktueller Garderobe zelebrieren? Eine lebende Klanginstallation mit Wirkung auf die Lachmuskeln? Was ist ernst und was heiter? Sehen wir hier ein Stück von Samuel Beckett mit Musik von Louis Armstrong oder hören wir Ernst Jandl in der Figur des Charlie Chaplin?

Wie dem auch sei: Anlässlich der Spaßgesellschafts-Abende tritt „Ars Vitalis” am Montag, 15. November, um 20 Uhr im Komm-Zentrum auf. So richtig einordnen lässt sich das Trio einfach nicht. Und das ist gut so. Seit gut 30 Jahren erheben Klaus Huber, Peter Wilmanns und Buddy Sacher sich mit ihrer „Muzik als Theater” über Genregrenzen und amüsieren ihr Publikum auf ganz eigene Weise. Perfekt unperfekt. Mit Kindertröte, Klebeband, Blasebalg und allerlei anderen obskuren Instrumenten, untermalt von bizarren Anekdoten und grotesken Tanzeinlagen. So feiern sie Klangorgien, die ihresgleichen suchen.

Und auch der Titel ihres aktuellen Programms lässt nur Vermutungen aufkommen. „Fahrenheiten”: Es geht ums Fahren, ums Reisen, um Hitze, das Quecksilber schlägt Purzelbaum. Doch wohin die Reise geht, weiß man erst am Ende eines Abends mit Ars Vitalis. Die Vergänglichkeit zieht sich als Thema durch ihre Programme. Und manchmal spielen sie mit der Zeit, lassen alles ins Stocken geraten und geben ihren Zuschauern wertvolle Bedenkminuten. Ein großzügiges Geschenk in Zeiten von Rentabilität und Schnelllebigkeit. Menschen funktionieren eben nicht immer perfekt, das zeigen die drei Ingenieure des Irrsinns. Sonst wäre dieses herrlich schräge Musiktheater wohl auch nicht möglich.

„Unsere Instrumente beherrschen uns”, sagen Ars Vitalis und planen eine „konzertierte Attacke auf den Verlust des Staunens”. Klaus Huber, Freejazzer mit Wurzeln in der Blasmusik, Peter Wilmanns, studierter Klarinettist, und Buddy Sacher, Rockgitarrist, wurden mehrfach ausgezeichnet, unter anderem 1995 mit dem Deutschen Kleinkunstpreis und dem Prix Pantheon.

In Düren live zu erleben

Mit ihrem Musiktheater sprengen „Ars Vitalis” die Grenzen des Genres. Eine „konzertierte Attacke auf den Verlust des Staunens” will das Trio am Montag, 15. November, im Komm vollziehen. Vergänglichkeit.

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