Düren - Die Hoffnung auf bessere Beteiligung

Die Hoffnung auf bessere Beteiligung

Von: fjs
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Beteiligt an der Wahl Integrationsausschuss: Vorsitzender Peter Koschorreck (von links), Hava Haljiiji, Saffet Akkas, Sonya Salem und Integrationsabeauftragte Ina Ruick sowie Michaele Pfeiffer, Ute Rieger und Hans-Jörg Feltes von der Stadt Düren. Foto: Schröder

Düren. Die ausländischen Mitbürger in der Stadt Düren sind an die Wahlurnen gerufen. Am Sonntag, 7. Februar, sollen sie die neun Migrantenvertreter für den künftigen Integrationsausschuss der Stadt wählen.

Zur Wahl aufgerufen sind nach aktuellem Stand 8940 Männer und Frauen. Die Wahlbenachrichtigungskarten werden in diesen Tagen verschickt. Gewählt werden kann am 7. Februar von 8 bis 18 Uhr in drei Wahllokalen: in der Realschule Bretzelnweg, der Grundschule Paul-Gerhardt im Osten der Stadt und im Bürgerbüro am Markt. Darüber hinaus ist Briefwahl möglich.

Vier Listen treten an

Zur Wahl zugelassen hat der Wahlausschuss vier Listen und Saffet Akkas als Einzelbewerber. Die vier Listen sind die Internationale Liste, die Internationale Liste der Vielfalt und Toleranz, die Liste des Dialoges (ausschließlich türkische Männer) und die Internationale Frauenliste.

„Die Frauen sind auf dem Vormarsch”, betont die Integrationsbeauftragte Ina Ruick unter Hinweis darauf, dass rund ein Drittel aller Kandidaten Frauen sind und die auch mit einer eigenen Liste antreten.

Die Frauen, so wünschen es sich Ina Ruick und der Vorsitzende des Integrationsausschusses, Peter Koschorreck, sollten zur Wahl gehen. „Ich hoffe, dass die türkischen Männer den Frauen die Ausübung des Wahlrechtes ermöglichen”, sagt Koschorreck.

Die Wahlbeteiligung sollte erhöht werden, sind sich die Organisatoren im Rathaus um Hans-Jörg Feltes und Peter Koschrreck einig. Bei der Wahl im November 2004 wurde eine Wahlbeteiligung von 12,47 Prozent registriert.

„Jetzt sind die Bedingungen weitaus günstiger; drei Wahllokale und Briefwahl sowie eine emsige Öffentlichkeitsarbeit des Integrationsausschusses sollten Wirkung zeigen”, hofft Peter Koschorreck.

Sicher ist bereits jetzt, dass im nächsten Integrationsausschuss zahlreiche Neulinge sitzen werden. Denn aus dem bisherigen Gremium kandidieren nur noch zwei Personen. Einer von ihnen ist Saffet Akkas.

Er hatte sich gewünscht, dass die Stadt sich für einen Integrationsbeirat entschieden hätte. In diesem Gremium hätten die Migranten eine Zwei-Drittel-Mehrheit. Rund 70 Prozent der NRW-Städte, weiß Akkas, hätten sich für den Beirat entschieden.

Der Integrationsausschuss, den die Stadt Düren durchsetzte, hat 19 Mitglieder: Zehn Mitglieder des Stadtrates und neun Migrantenvertreter. Um diese neun Sitze bewerben sich 36 Personen.

Wählen können auch Personen, die frühestens fünf Jahre vor dem Wahltag die deutsche Staatsangehörigkeit erworben haben. Sie müssen bis zum 26. Januar das Wahlrecht beantragen.

Für alle Auskünfte rund um das Wahlrecht stehen Ute Rieger und Michaele Pfeiffer sowie Ina Ruick und Hans-Jörg Feltes im Bürgerbüro bereit.
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