Düren - Die Haushaltslage der Stadt Düren weiter positiv

Die Haushaltslage der Stadt Düren weiter positiv

Von: inla
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Eine Platane vor dem Rathaus. Auch wenn sich der Haushalt positiv gestaltet, wächst das Geld künftig nicht auf Bäumen. Foto: Ingo Latotzki
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Stellte den Doppelhaushalt 2018/2019 vor: Stadtkämmerer Thomas Hissel. Foto: Ingo Latotzki

Düren. Dürens Politiker dürfen sich über ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk freuen. Für das kommende Jahr können sie knapp 2 Millionen Euro verteilen, für 2019 nach jetzigem Stand der Dinge rund 650.000 Euro. Diese Summen gibt der am Mittwochabend eingebrachte Doppelhaushalt von Stadtkämmerer Thomas Hissel her.

Das Zahlenwerk soll im nächsten Jahr mit einem Überschuss von 343.000 Euro, 2019 mit einem positiven Ergebnis in Höhe von 860.000 Euro abschließen. Seit 2014 gestaltet sich damit der Dürener Haushalt positiv.

Hissel trug die Eckdaten des Finanzplans vor, es gab keine Aussprache. Der Haushalt soll im Februar vom Rat verabschiedet werden. In der Zwischenzeit wird die Politik beraten, ob Gelder anders, neu oder gar nicht verteilt werden.

Der Haushaltsplan einer Kommune beruht auf Prognosen, Schätzungen und konkreteren Berechnungen. Einige Posten sind indes nicht leicht zu kalkulieren, etwa die Gewerbesteuer, die von der allgemeinen Konjunktur abhängig ist. Bedingt trifft das auch für den kommunalen Anteil an der Einkommen- und Lohnsteuer zu. Beide Posten sind in Düren zuletzt gestiegen. Die Gewerbesteuer liegt etwa bei 40 Millionen Euro, der Einkommensteueranteil bei 10 Millionen Euro pro Jahr.

Für 2018 plant die Stadt mit einer Nettokreditaufnahme von rund 46 Millionen Euro. Bis Ende 2022 soll die Höhe der Kredite bis auf 172 Millionen anwachsen. In den nächsten beiden Jahren sollen zum Beispiel 6 Millionen Euro in Schulen investiert werden, 25 Millionen sind für den Kauf des Panzerkasernengrundstücks an der Stockheimer Landstraße veranschlagt. Für Bauten an der Eiswiese sind 7 Millionen eingeplant, für den Ankauf eines Gebäudes für das Stadtmuseum 1 Million.

Mehr Personal

Die Schulden der Stadt belaufen sich derzeit auf gut 56 Millionen Euro. Erheblich höher (120 Millionen Euro) ist die Verschuldung über sogenannte Kassenkredite, die in etwa mit einem Dispokredit zu vergleichen sind. 60 Millionen sollen 2018, 10 Millionen im darauffolgenden Jahr abbezahlt werden. Gerade diese Art von Kredit ist von Zinsschwankungen abhängig. Die Stadt nimmt dieses Geld auf, um kurzfristig laufende Kosten zu decken.

In den nächsten beiden Jahren will das Rathaus die Stellenzahl von zurzeit 778 auf 805 ausdehnen. Der Personalkostenetat steigt von gut 55 auf knapp 62 Millionen Euro. Kämmerer Hissel wies darauf hin, dass die Erhöhung auch mit bevorstehenden Tariferhöhungen und Versorgungsansprüchen (Rücklagen für Pensionen) zu erklären ist.

Angesichts der Zahlen soll es in der Stadt Düren keine Steuererhöhungen geben. Die Politik habe mit dem Haushalt eine solide Grundlage für die Beratungen im Januar, so Bürgermeister Paul Larue. Die Parteien hätten sogar einen Spielraum, um eigene Schwerpunkte zu setzen. Alles in allem hat der Haushalt ein Volumen von rund 274 Millionen Euro.

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