„Die gute Tat“: Weniger Sorgen für die Sorgenkinder

Von: Daniela Martinak
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Renate Schwarz (Mitte) und die anderen Vorstandsmitglieder von der „IG Sorgenkinder Merzenich“, sorgen dafür, dass Behinderte aus der Gemeinde wieder am Leben teilhaben können. Hier nehmen sie gerade an der Verlosung teil. Foto: Martinak

Merzenich. Armin Reyak strahlt über beide Ohren. Er weiß gar nicht, wohin er zuerst schauen soll. Neben ihm steht Dieter-Walter mit Sabine. Und auch die beiden freuen sich sichtlich über all die Leute, die gekommen sind, um sie als Mitglieder des Vereins ISM (Interessengemeinschaft Sorgenkinder Merzenich) zu unterstützen.

Alle drei haben eine Behinderung. Sowohl körperlich, als auch geistig. „Ich habe immer das Gefühl gehabt, nie richtig am Leben teilhaben zu können. Manchmal dachte ich sogar, man will mich gar nicht dabei haben“, erinnert sich Armin Reyak an vergangene Tage zurück. Seit den 80er Jahren ist der Merzenicher Mitglied der ISM. Und seitdem, so sagt er, habe sich eine Menge in seinem Leben geändert. „Wir wollen ihnen zeigen, dass sie dazu gehören und ihnen einen großen Teil ihrer Sorgen nehmen“, erklärt Renate Schwarz, die Vorsitzende der Interessengemeinschaft.

Ortsvereine helfen mit

Alljährlich veranstaltet der Verein ein großes Dorffest unter dem Titel „Die gute Tat“. Mit Hilfe der Ortsvereine aus der Gemeinde Merzenich haben die Vorstandsmitglieder wieder eine große Budenstadt auf dem Festplatz am Bürgerhaus errichtet. Zum 39. Mal empfangen sie dort zahlreiche Gäste, interessierte und natürlich Mitglieder. Davon übrigens 153 an der Zahl – 31 die an einer Behinderung leiden und in der Gemeinde Merzenich wohnhaft sind. „Wir sind auf Spendengelder angewiesen.

Der Erlös solcher Feste ermöglicht uns die Verwirklichung mancher Vorhaben“, sagt Schwarz. Gemeint sind etwa die Oster- und Weihnachtsfeiern, Ausflüge und sogar eine 14-tägige Familienreise, wobei der Verein die Kosten für den Mitreisenden mit Defizit und für eine Begleitperson übernimmt. Die Beteiligung am Fest kann sich jedenfalls sehen lassen. Schwarz: „Zumindest, wenn man von der Besucherzahl spricht. Was die Kuchenspenden angeht, haben diejenigen, die in der zweiten Reihe anstanden, leider nur noch Krümel abbekommen.“

Der Erlös, so lässt die Vorsitzende verlauten, nimmt zwar ständig ab, aber sofern die 5000 Euro Marke wieder geknackt wird, seien alle zufrieden.

Die 31 Sorgenkinder im Alter von drei Jahren bis zum Rentenalter, rund um Armin Reyak, Sabine und Dieter-Walter, freuen sich auf jeden Fall jetzt schon auf die Sommerferien. Dann geht es nämlich nach Bergdesgarden. „Es ist einfach eine willkommene Abwechslung. Ein paar Tage in denen auch wir einmal etwas von der Welt sehen dürfen“, unterstreicht Reyak.Wenn es noch weitere Sorgenkinder in der Gemeinde Merzenich gibt, die dem Verein angehören möchten - Renate Schwarz gibt Interessierten gerne unter Telefon 02421/394016 nähere Informationen.

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