Die Grünen sagen Gespräche mit der CDU ab

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Düren. Die „Rote Ampel“ – eine Koalition aus SPD, FDP, Grünen und Linken – im Dürener Stadtrat wird immer wahrscheinlicher.

Nach einem ersten Treffen der potenziellen Partner am Dienstagabend haben die Grünen der CDU am Mittwoch mitgeteilt, für weitere Gespräche mit Blick auf ein schwarz-grünes Bündnis vorerst nicht mehr zur Verfügung zu stehen.

Ursprünglich hatten CDU und Grüne nach einem ersten Meinungsaustausch vereinbart, am kommenden Freitag über Inhalte einer möglichen Kooperation zu sprechen. Das ist jetzt vom Tisch. Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Verena Schloemer und ihr Kollege Bruno Voß gehen davon aus, im bundesweit sicherlich äußerst seltenen Vierer-Bündnis deutlich mehr grüne Inhalte durchsetzen zu können.

„Wir sind gut vorangekommen und wollen die Gespräche am kommenden Dienstag vertiefen“, kündigte Schloemer an. Da sei es ein Gebot der Fairness, nicht noch parallel mit anderen zu sprechen, betonte Voß. Die Grünen sind guter Dinge, dass die Ampelkoalition schon in der kommenden Woche stehen wird. Sollte das Bündnis noch platzen, schließt Schloemer neuerliche Gespräche mit der CDU jedoch nicht aus.

CDU-Parteichef Thomas Floßdorf zeigte sich tief enttäuscht, dass es weder mit der SPD noch mit den Grünen möglich gewesen sei, nach ersten Gesprächen auch einmal inhaltlich über die Zukunft der Stadt zu sprechen. Er sprach angesichts der knappen Ein-Stimmen-Mehrheit, über die eine „Rote Ampel“ verfügen würde, von einem schlechten Tag für die Stadt.

„Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass dieses Bündnis sechs Jahre halten wird“, betonte Floßdorf. Und mit Blick auf die künftige Rolle der CDU kündigte er an: „Wir werden den Kopf jetzt nicht in den Satz stecken und sehen uns weiterhin als gestaltende Kraft in Düren mit einem klaren Wählerauftrag.“

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