Die grüne Wiese soll auch grün blieben

Von: bel
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Nideggen. Noch ist die etwa 20.000 Quadratmeter große Fläche zwischen Gut Kirschbaum und dem Nideggener Kreisel von zartem Grün überzogen. Dieses Grün ist für den Betrachter eine Augenweide, wenn er vorher intensiv auf das schon bestehende Gewerbegebiet geschaut hat.

Sollen die Pläne der Stadt Nideggen verwirklicht werden, wird dieses Grün einem zweiten Gewerbegebiet weichen müssen. Zwei Investoren haben schon ihre Pläne dargelegt. Es fehlen noch die Zusagen der Stadt Nideggen und natürlich die notwendigen Bauanfragen.

Der Protest

Gudrun Zentis, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Nideggener Stadtrat, Oliver Krischer, Fraktionsvorsitzender der Kreistagsfraktion, Horst Becker, kommunalpolitischer Sprecher der Grünen in NRW, und Klaus Dorste aus Nideggen-Schmidt, sachkundiger Bürger, protestierten vor Ort gegen das neue Gewerbegebiet. „Der Bau eines neuen Gewerbegebiets ist gegen jede Vernunft”, betonte Zentis.

Lücken schließen

Noch gebe es Flächen, die nicht zersiedelt und nicht versiegelt sei. Im alten Gewerbegebiet gebe es noch genügend Lücken, wo sich interessierte Geschäftsleute niederlassen könnten. Sollten diese Lücken zu klein sein, gebe es immer noch die vernünftigere Möglichkeit, das existierende Gewerbegebiet Richtung Thum zu erweitern.

Horst Becker sieht sehr stark die Gefahr, dass in der Stadt Nideggen selbst bestehende Geschäfte trotz gegenteiliger Versprechen verschwinden werden. „Die Geschäftsleute, die die neuen Gebäude beziehen werden”, warnte Becker, „sind nicht an Versprechungen des Investors gebunden.” Das zeigten die Erfahrungen, die immer wieder mit solchen Projekten gemacht würden. Zudem werde ein neues Gewerbegebiet gar nicht gebraucht, schaue man sich die demografische Entwicklung an. Die vorhandenen Läden reichten vollkommen, zumal weitere Großmärkte erst kürzlich in sieben Kilometern Entfernung ihre Pforten geöffnet hätten.

Nach der Kommunalwahl soll das Gebiet, so die weitere Forderung, aus dem Gebietsentwicklungsplan entfernt werden. Ein kreisweites Gewerbegebiet sei, so Krischer, vonnöten, um mit der Vernunft einer ausufernden Zersiedlung und Versiegelung Herr zu werden.

Zurzeit werden 15 Hektar Fläche in NRW täglich versiegelt. „Wo bleibt dann noch Platz zum Leben?”, fragen sich die Grünen in Nideggen.
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