Die Großen des Dürener Jazz

Von: Georg Neulen
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Auch der Dürener Percussionist Roland Peil wird bei dem Konzert am Freitag, 3. Mai, in Düren mit von der Partie sein. Foto: Georg Neulen

Düren. Nicht wie früher angekündigt im Leopold-Hoesch-Museum, sondern in der Fabrik für Kultur und Stadtteil in Düren, Binsfelder Straße 77, ereignet sich am Freitag, 3. Mai, ab 20 Uhr das nächste Konzert der beliebten Reihe „Planet Jazz“.

Professor Wolfgang Breuer hat den Abend vorbereitet, gespielt wird „irgendein blues spielt mit mir“, eine Wort- und Musikkollage, bei der elektronische Klangmöglichkeiten mit akustischen Instrumenten live überblendet und mit lyrischen Sprachbildern publikumsnah über die Rampe kommen.

Musik von der Festplatte

Wolfgang Breuer hat seine Kompositionen auf Festplatte gespeichert und aktualisiert sie am Synthesizer. Heiner Wiberny übernimmt abwechselnd mit Sopran-, Altsaxofon und Bassklarinette die Melodieführung und die umfangreichen improvisatorischen Aufgaben.

Rhythmische Strukturen

Die rhythmischen Strukturen der Musik wird der aus Düren stammende Perkussionist Roland Peil klanglich differenziert und mit großer Intensität gestalten. Die Atmosphäre dieser Kollage dient wie eine Art Filmmusik der Illustration lyrischer Texte.

Autor der Texte ist Klaus Kuhl, den „Planet-Jazz“-Organisator Henner Schmidt mit Wolfgang Breuer bekannt gemacht hat. Der wählte wiederum mit seiner Schwester Marita Breuer daraus zwölf Gedichte, deren Emotionen und Assoziationen die versierte Schauspielerin gestisch und mimisch einspielt und sprachlich veranschaulicht.

Alle Künstler kennen die Region

Dieses Ensemble prominenter Künstler von überregional anerkanntem Niveau hat in Düren ebenso lokal-bodenständige Antennen. Marita Breuer von vielen aktuellen Filmerfolgen und Bühnen-Engagements berichten. Textautor Klaus Kuhl ist im Raum Siegburg/Bonn durch Lesungen und Veröffentlichungen bekannt geworden. Seine selbstreflektierende Lyrik spiegelt häufig Bilder mit hoher Emotionaltät und Intimität, die durch Jazz- und Rock-Musiker beeinflusst sind. Ein Mangelsdorff-Konzert hat ihn mit dem Jazzvirus infiziert.

Der Dürener Roland Peil gilt als einer der besten deutschen Percussionisten, der auch europaweit Beachtung findet.

Seine Zusammenarbeit mit bekannten Solisten und Gruppen ist legendär. Dazu gehören die „Fantastischen Vier (Fanta4), der Trompeter Til Brönner, Stars wie Peter Alexander, Klaus Doldinger, Charlie Mariano, Orange Blue, Pointer Sisters, seine kubanischen Freunde und eine Welttournee mit Sarah Brightman.

Schon mit Paul Kuhn gespielt

Heiner Wiberny war bis 2009 als Altsaxofonist Solist in der WDR-Bigband. Seit Ende der 60er Jahre spielte er unter anderem mit Peter Herbolzheimer, Paul Kuhn. Er gehörte zu den Stars der „Jazzlabor“-Konzertreihe, mit der Wolfgang Breuer schon in seiner Zeit als erster Leiter der Dürener Musikschule Aufsehen erregte.

Breuer scharte schon viele Repräsentanten des zeitgenössischen Jazz um sich, erhielt Arrangement- und Kompositionsaufträge für Rundfunkorchester, wurde Professor an der Staatlichen Hochschule für Musik in Köln. 35 Jahre lang errang er höchste Erfolge als Komponist, Arrangeur und Dirigent mit dem Jugendjazzorchester NRW und auf weltweiten Konzertreisen. Schon seit dem Studium reizte ihn die elektronische Musik der damals bedeutenden Kölner Szene. Inzwischen hat er mehr Zeit für eigenes Schaffen und schwärmt von den kompositorischen Möglichkeiten der heute so bedienungsfreundlichen Technik.

Das Konzert in Düren verspricht ein besonderes akustisches Erlebnis, das sehr unterschiedliche Interessen über den Jazz hinaus ansprechen wird. 

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