Die ersten Weihnachtskisten sind schon verteilt

Von: Sarah Maria Berners
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Gerd Wissemann und Peter Splinter haben die ersten Weihnachtspakete schon verteilt. Foto: smb

Düren. „Es kommt Weihnachten nicht auf die Geschenke an. Mir ist es wichtig, dass die Familie an Weihnachten zusammen ist. Und mir ist es wichtig, dass ich für meine Familie etwas Leckeres kochen und ihnen so eine Freude bereiten kann“, sagt eine Seniorin aus Düren. Und für eben dieses Weihnachtsessen sei die Weihnachtskiste der Dürener Tafel für sie wichtig.

„Wenn ich im Fernsehen sehe, wie viele Menschen bereit sind, anderen zu Weihnachten eine Freude zu machen, dann bin ich immer ganz gerührt“, erzählt die sympathische Dame.

Anders als die meisten Kunden der Dürener Tafel haben sie und einige andere ihre Weihnachtskiste schon erhalten. Es sind Kisten, die schon vor der eigentlichen Aktion gespendet wurden, für Menschen, die nicht mehr mobil und auf Hilfe angewiesen sind. Peter Splinter und Gerd Wissemann hatten die Ehre, die ersten Weihnachtskisten zu überreichen.

Peter Splinter und Gerd Wissemann kennen die Kunden gut. Jede Woche bringen sie ihnen eine Lebensmittelkiste vorbei – das ganze Jahr über. Aber die Tour kurz vor Weihnachten ist schon etwas anders. Die Kunden freuen sich zwar jede Woche über den Besuch der freundlichen Herren, aber die Weihnachtskiste ist doch etwas Besonderes. Und auch für die beiden Herren ist dieser Tag ein schöner – wenn auch arbeitsreicher Tag.

Als die beiden einer weiteren Dame die Weihnachtskiste überreichen, sind die Freudenausrufe über das Päckchen bis auf die Straße zu hören. Und eine andere Seniorin sagt: „Weihnachten sollte man es sich doch ein bisschen schön machen, auch wenn man alleine ist.“

Über die Jahre haben die beiden Ehrenamtler Peter Splinter und Gerd Wissemann die Kunden gut kennengelernt, einige ins Herz geschlossen. „Man lernt viele Schicksale kennen“, erzählt Peter Splinter. Beide haben sich für das Engagement bei der Tafel entschieden, weil sie diese Tätigkeiten als „eine gute Sache“ empfanden. Ihnen gefällt es, den Menschen zu helfen, und ihnen gefällt die gute Zusammenarbeit im Tafel-Team.

Tafel braucht 500 Kisten

Dieses Team setzt darauf, dass 500 Weihnachtspakete gespendet werden, denn genau so viele Bons hat die Tafel ausgegeben. „Wir rechnen damit, dass die Spendenbereitschaft in diesem Jahr etwas geringer ist und fürchten, dass wir zu wenige Pakete haben werden“, sagt Edith Becker, die Vorsitzende der Dürener Tafel. Viele Menschen hätten in diesem Jahr schon für Flüchtlinge gespendet, 900 Lebensmitteltüten seien dankenswerter bei der Aktion eines Geschäftes für die Tafel gespendet worden.

Die Dürener Tafel hat an die Menschen, die seit einem halben Jahr regelmäßig Kunden sind, besondere Marken ausgegeben, die gegen ein Weihnachtspaket eingetauscht werden können. „Wer jede Woche zu uns kommt, der braucht unsere Hilfe auch wirklich“, erklärt Edith Becker das neue System.

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