Die ersten Dürener „Turbo-Abiturienten“

Von: kte
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Rüdiger Paulun, stellvertretender Schulleiter des Dürener Gymnasiums am Wirteltor, hieß die ehemaligen Schüler des Abiturjahrgangs 1966-2 an ihrem früheren „Tatort“ willkommen. Foto: Kevin Teichmann

Düren. „Ich freue mich immer wieder, wenn Ehemalige an ihren Tatort zurückkehren und sehen, was sich verändert hat“, scherzte Rüdiger Paulun, stellvertretender Schulleiter des Dürener Gymnasiums am Wirteltor, und hieß den Abitur-Jahrgang 1966-2 an alter Wirkungsstätte willkommen.

Der Zusatz „2“ rührt daher, dass es eine Umstellung des Schulsystems zu dieser Zeit gab. Am 17. November 1966 wurde die damalige Klasse, die ihr Abitur in achteindrittel Jahren (statt in zuvor üblichen neun Jahren) absolvierte, in der schönen Stadthalle verabschiedet. Es war der erste Abiturjahrgang unter dem neu eingestellten Schulleiter Dr. Heinz Seeger. „Wir waren die ersten Turbo-Abiturienten, sozusagen die ersten G8ler“, erklärte der damalige Schüler Günther Kern. Generell sei aber vieles anders gewesen als heute. Schließlich musste noch eine Aufnahmeprüfung fürs Gymnasium geschrieben werden. Und es gab auch noch die Prügelstrafe.

„Wir waren nicht traumatisiert dadurch. Vielleicht gab es das Wort ‚traumatisiert‘ zu dieser Zeit auch noch gar nicht“, witzelte Kern, der auch schöne Anekdoten in petto hatte: „Das Wirteltor-Gymnasium ist während unserer Schulzeit umgezogen.“ Zuvor lehrte man am heutigen Standort der Musikschule. „Wir hatten drei Tage lang keinen Unterricht, mussten aber beim Umzug mithelfen. Wir haben Stühle und Tische in das neue Gebäude getragen.“ Ein unbürokratischer Schritt, der heutzutage undenkbar wäre. Schlussendlich machten 16 damalige Schüler ihr Abitur.

Johann Kaltwasser, Walter Nork, Dr. Hans-Joachim Dassel, Richard Pressel, Günther Kern, Werner Knocke, Dirk Krüger, Dr. Andreas Brand, Bernd Duprée, Heinz-Peter Schäfer und Dr. Hans-Josef Stollenwerk kamen nun zusammen, um die alten Zeiten noch einmal aufleben zu lassen. Neben dem Besuch an ihrer alten Schule, nutzte man die Gelegenheit auch für eine Führung im Dürener Stadtmuseum.

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