„Die Entwidmung von Bonifatius ist ein großer Fehler“

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In die Bonifatius-Kirche soll ein Kindergarten integriert werden. Der Förderverein lehnt die Pläne und die damit verbundene Entwidmung weiterhin kategorisch ab. Foto: Abels

Düren. Zum Artikel „Bischof bestätigt Umbaupläne für St. Bonifatius“, Dürener Zeitung vom 29. Dezember, und dem für heute anstehenden Entwidmungsgottediesnt nimmt der Förderverein St. Bonifatius-Kirche Düren wie folgt Stellung:

„Wir sind überzeugt, dass die Entwidmung der Kirche ein großer Fehler ist. Die 4000 Katholiken der Gemeinde St. Bonifatius brauchen einen der Größe der Gemeinde angemessenen Sakralraum. In der Kirche steht dieser Raum zur Verfügung. Am vierten Advent und am Silvesterabend haben jeweils mehr als 180 Gläubige die Heilige Messe in St. Bonifatius besucht.

In Düren-Ost gibt es zwei große Schulen, ein Kinderheim und drei Kindergärten. Hier leben viele Familien mit ihren Kindern – ein junger Stadtteil mit wachsender Gesamtbevölkerung. Die katholische Kirche verabschiedet sich mit der Entwidmung weitgehend aus diesem Stadtteil.

In der Öffentlichkeit entsteht der Eindruck, als seien alle Gläubigen der Gemeinde St. Bonifatius mit der Entwidmung einverstanden. Das ist falsch. Mit der Schließung der Kirche St. Bonifatius sollen jährlich 35 000 Euro eingespart werden.

Mehrfach hat der Förderverein die Bereitschaft bekundet, die Zukunft der Gemeindekirche St. Bonifatius durch 35.000 Euro pro Jahr finanziell zu sichern. Leider hatten wir keine Gelegenheit, den Verantwortlichen unsere machbaren Vorschläge vorzustellen und zu erläutern. Die Gemeindemitglieder von St. Bonifatius wurden und werden bei den Überlegungen zur Zukunft der Kirche übergangen.

Die Taufkapelle mit ihren etwa 22 Sitzplätzen soll als kleiner Sakralraum für die Gemeinde St. Bonifatius bleiben. Die Taufkapelle ist für besondere Gottesdienste wie Hochzeiten, Exequien, Erstkommunionen aber nicht geeignet.

Die St. Bonifatius-Kirche ist ein wichtiges geschütztes Denkmal – innen und außen. Es ist bedauerlich, dass uns und zukünftigen Generationen diese von Albert Boßlet im Jahr 1952 entworfene Kirche genommen werden soll. Die Kirche hat – wie Fachleute bestätigen – eine fantastische Akustik.

Pfarre muss Mehrkosten tragen

1,7 Millionen Euro werden als Baukosten für die Kindertagesstätte genannt. Ein Blick auf öffentliche Bauprojekte zeigt, dass solche Schätzungen meist nicht zu halten sind. Die Pfarrei St. Lukas muss für alle Mehrkosten aufkommen und geht damit ein großes finanzielles Risiko ein. Für den Bau der Kita gibt es noch keine Baugenehmigung. Ein Baubeginn steht also nicht fest. Trotzdem wird bereits jetzt entwidmet.

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