Die endlosen Reihen der weißen Kreuze

Von: ale
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Schmidt. Auf verschiedene Arten wird in diesem Jahr der Geschehnisse des Zweiten Weltkrieges in unserer Region gedacht. Der Geschichtsverein „Heimatbund 500 Jahre Schmidt“ wollte mit einer Fahrt zu Kriegsgräbern daran erinnern, dass vor siebzig Jahren der Krieg hierher kam, dass in erbitterten Kämpfen viele junge Menschen ihr Leben verloren.

Das Interesse an dieser Fahrt war groß. Nahezu 40 Personen fanden sich ein, als der Bus in Richtung Margraten und Lommel fuhr. Der erste Vorsitzende des Vereins, Heinz Claßen, begrüßte die Fahrgäste, die aus Schmidt und Orten des Kreises Düren gekommen waren. Er wies darauf hin, dass man diese Tour zu einem sehr günstigen Fahrpreis anbieten könne, da im Rahmen des Leader-Projektes „Lokales Weltkriegsgedenken“ von Seiten des Rureifel-Tourismus ein Zuschuss geflossen sei.

Außerdem habe auch die Städteregion Aachen diese Bustour unterstützt. Heinz Claßen hatte sich kundig gemacht und nutzte einen Teil der Fahrzeit, um über geschichtliche Zusammenhänge im letzten Kriegswinter 1944/45 zu informieren, beispielsweise über die Bedeutung, die die Amerikaner der Straßenkreuzung an der Schmidter Kirche und den Talsperren zumaßen.

Im niederländischen Margraten waren die Besucher sehr beeindruckt von der gepflegten Anlage, vom makellosen Rasen und den weißen Marmorkreuzen. Hier liegen über 8000 amerikanische Soldaten. Im belgischen Lommel ging die Gruppe unter anderem zu den Gräbern von zwei Schmidter Soldaten. In dicken Bänden, die sich „Namenbuch“ nennen, sind die fast 39.000 Grabstätten genau aufgelistet.

Die endlosen Reihen weißer Kreuze riefen eine bedrückte Stimmung hervor. Dazu kam ein ordentlicher Wolkenbruch. In der Krypta wurde eine Kerze angezündet, bevor man sich wieder auf den Heimweg machte. „Man muss das erst verarbeiten“, sagte ein Mitfahrer. Mit herzlichen Worten bedankten sich die Gäste für die informative Tour.

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