Die Dürener Kultur wird neu aufgestellt

Von: Hannes Schmitz
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Hochwertige Produktionen wie „Madame Butterfly” soll es auch künftig im Dürener Theater zu sehen geben. Allerdings startet der neue Kulturbetrieb gleich mit dem Auftrag, Geld zu sparen. Foto: Schmitz

Düren. Alles neu, macht der Mai. Für Düren und seine Kulturlandschaft trifft dies in diesem Jahr zu. Ein neues kulturelles Pflänzchen soll sprießen und wirtschaftliches Denken und kulturellen Anspruch zusammenführen.

Wie Bürgermeister Paul Larue im Gespräch mit der DZ erläuterte, werden zu Beginn des Wonnemonats die Stadtbücherei, das Stadt- und Kreisarchiv, die städtische Volkshochschule sowie das Musik- und Veranstaltungsmanagement in einem Kulturbetrieb zusammengefasst. Johannes Esser, der bisherige Leiter der Musikschule, wird den Betrieb führen. Sein Ziel ist dabei, trotz sich abzeichnender Kürzungen im Kulturetat, möglichst den Standard zu halten, der bisher bei den kulturellen Angeboten erreicht wurde.

Mit guten Konzepten möchte Esser das öffentliche Interesse für kulturelle Veranstaltungen und Begegnungen steigern. Dabei setzt er auf die vertrauensvolle Mitarbeit, der bisher weitgehend selbstständig handelnden Institute.

Vor und hinter den Kulissen des Kulturbetriebes wird es Veränderungen geben. So wird das Archiv vom Rathaus in die Räume der Stadtbücherei umziehen, wenn die dort notwendigen Umbauarbeiten abgeschlossen sind. Von dem Umzug verspricht sich Larue einen Synergieeffekt. Die Bibliothek des Instituts mit seiner lokalen und rheinischen Geschichte wird allen zur Verfügung stehen.

Die im Rathaus frei werdenden Räume möchte der Bürgermeister zu einer „Bürgeradresse” umgestalten mit weiteren zentralisierten Diensten für die Bürger. Ihm schwebt eine „Lotsenstelle” vor für das Ausländerbüro, Wohngeld und anderen Angeboten, um Hilfe- oder Ratsuchenden lange Wege im Rathaus zu ersparen. Ein wünschenswerter Nebeneffekt wäre, dass die „Schmuddelecke” Eingang Kaiserplatz verschwinde und die „Szene Rathausvorplatz” neu belebt würde.

Eine Neuerung erwartet demnächst die Bürger im Bürgerbüro mit der „Kulturtheke”. Kulturell Interessierte erfahren dort alles über Veranstaltungen im Theater Düren, der VHS oder Musikschule und können dort auch Eintrittskarten kaufen, Kurse oder Musikschulstunden buchen. In den bisherigen Instituten wird die Beratung auf ein notwendiges Minimum reduziert. Die zentrale Verwaltung mit dem täglichen Verwaltungsgeschäft wird im Haus der Stadt angesiedelt. Verwaltungsstellen werden so eingespart und das bisherige Kulturamt aufgelöst. Hoffnung setzt der Verwaltungschef auf eine neue Stelle, deren Inhaber versuchen soll, Fördermittel aus verschiedenen Töpfen zu akquirieren.

Paul Larue ist sich sicher, dass mit dem Kulturbetrieb, dem Einsatz neuer Techniken und damit verbundener Zeitersparnis Kulturarbeit effektiver gestaltet werden kann.
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