Düren - Die Bundeswehr lässt den Teufel tanzen

Die Bundeswehr lässt den Teufel tanzen

Von: gkli
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Das Luftwaffenmusikkorps Münster unter der Leitung von Oberstleutnant Christian Weiper bestritt das 46. Wohltätigkeits-Konzert im Theater Düren im Haus der Stadt vor nahezu ausverkauftem Haus. Foto: Gudrun Klinkhammer

Düren. „Darauf können wir uns wirklich verlassen“, lobte am Donnerstagabend Dürens Bürgermeister Paul Larue eine Veranstaltung, die auf die 50. Auflage zusteuert. Zum nun 46. Mal konzertierte in Düren ein Musikkorps der Bundeswehr für einen wohltätigen Zweck.

Der komplette Erlös des nahezu ausverkauften Konzerts, erklärte der Bürgermeister, kommt diesmal ausschließlich den Flüchtlingskindern in den 30 Einrichtungen in der Stadt an der Rur zugute.

Mit dem Luftwaffenmusikkorps Münster kam wohl eines der besten symphonischen Blasorchester nach Düren gereist, das in Deutschland derzeit zu finden ist. Als Veranstalter traten sowohl die Stadt als auch die Sparkasse sowie das Taktische Luftwaffengeschwader 31 „Boelcke“ auf. Stefan Kleinheyer, Oberstleutnant und Kommodore des Taktischen Luftwaffengeschwaders 31 „Boelcke“ mit Sitz in Nörvenich, begrüßte die Anwesenden und freute sich auf den Schalldruck der Musik. Kleinheyer: „Wir haben als Jugendliche in den 1980er Jahren ja noch richtig Lautsprechermusik mit viel Bassbrummen gehört, während die heutigen Jugendlichen eher den Knopf im Ohr bevorzugen.“

Die rund 60 Instrumentalisten des Korps bewiesen dann, dass ein derart großes Blasorchester nicht nur laut spielen kann. Sind die Akteure professionell ausgebildet und bestens aufeinander eingespielt, empfehlen sie sich vor allem immer auch mit feinem, leisem und sehr kultiviertem Spiel.

Die musikalische Führung

Oberstleutnant und Dirigent Christian Weiper übernahm die musikalische Führung und ließ zunächst den „Teufelstanz“ von Josef Hellmesberger auflegen. Dieses Bravourstück wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts komponiert und gilt als eines der Paradestücke der symphonischen Blasmusik. Temporeich und schwungvoll holten die Musiker die Zuhörer ab und nahmen sie mit auf eine spannende und abwechslungsreiche Reise durch die Welt der Musik.

Aus der Feder von Johannes Brahms, dem vielleicht deutschesten aller deutschen Komponisten, wie Christian Weiper ansagte, stammt die „Akademische Festouvertüre“. Die große Musik und die schwelgerischen Töne, gespickt mit musikalischen Zitaten wie etwa mit dem Studentenlied „Ich hab mich ergeben, mit Herz und mit Hand“, ernteten viel Applaus.

Die größte Herausforderung

Als größte spielerische Herausforderung bewältigten die Profimusiker den „Danse Folatre“, komponiert von Claude T. Smith. Im zweiten Programmteil erhielt die sogenannte „Unterhaltungsmusik“ die Oberhand. Teile aus dem Musical „Hello Dolly“, „Trumpeter‘s Lullaby, „der Jazzklassiker „How High The Moon“ und „Frankie Meets Udo“ ließen die Füße in den Besucherreihen mitwippen. Stabsfeldwebel Michael Arnemann als Sänger und Hauptfeldwebel Jens Büttner als Vibrafonist empfahlen sich dabei solistisch.

Der Astronautenmarsch

Mit dem Astronauten-Marsch von Josef Ullrich bogen die Aktiven auf die musikalische Zielgerade eines sehr erfreulichen und erfolgreichen Abends ein.

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